Wednesday, 17th April 2024 09:59
Home / Rückblick 2023: Ein Jahr der PokerStars Live-Events

Ein weiteres Jahr in der Erfolgsgeschichte der PokerStars Live-Events liegt hinter uns.

Die European Poker Tour (EPT) machte an fünf Orten Station, darunter zwei, die für uns alle neu waren. Und die PSPC kehrte nach zurück – endlich!

In der Zwischenzeit zogen die regionalen Touren rund um den Globus und machten eine neue Generation von Pokerspielern mit den am besten organisierten, am besten besuchten und am meisten Spaß machenden Live-Turnier-Festivals der Welt bekannt. Man denke nur an die triumphale Rückkehr der EUREKA Poker Tour nach Hamburg, volle EUREKA-Turniersäle in Rozvadov, eine legendär gut besuchte Irish Poker Open und und und …

Werfen wir gemeinsam einen Blick zurück auf das PokerStars Live Events-Jahr 2023.

PSPC/PCA

Das PokerStars Live-Poker-Jahr 2023 begann mit einem Paukenschlag: der Rückkehr von zwei absoluten Fan-Favoriten, die nach vierjähriger Abwesenheit wieder auf den Bahamas ausgespielt wurden. Als Erstes kehrte das PokerStars Caribbean Adventure (PCA) nach Nassau zurück, gefolgt von der zweiten Auflage der PokerStars Players No Limit Hold’em Championship (PSPC), die die Messlatte für ein High-Stakes-Pokerturnier noch ein ganze Stück höher legte.

Austragungsort war diesmal das luxuriöse Baha Mar Resort in Nassau – nicht weit vom Atlantis Hotel auf Paradise Island entfernt, aber in punkto Service und Opulenz eine Welt für sich. Im prächtigen und riesige Ballsaal des Hotels traf sich ein Teilnehmerfeld von 512 Spielern zum $10.000 PCA Main Event, das in einem rein portugiesischen Heads-up zwischen dem Newcomer Pedro Neves und dem langjährigen Grinder Michel Dattani endete.

Während Neves in den nächsten Jahren mit Sicherheit für Aufsehen sorgen wird, blieb Dattani am Ende doch noch siegreich und holte sich seinen ersten großen Titel. Er kassierte $1.300.000, während Neves (nach einem Heads-up-Deal) mit 1,2 Millionen Dollar nach Hause reiste.

Michel Dattani begann das Jahr 2023 mit einem Paukenschlag

PSPC

So beeindruckend das PCA Main Event auch war: Dieses riesige Event diente nur als Vorspiel für das PSPC. Die PokerStars Players Championship bot Hunderten von Freizeit- und Low-Stakes-Spielern die Möglichkeit, sich in einem gigantischen $25.000 Buy-in-Event mit den besten Profis der Welt zu messen.

Auch diesmal hatten weniger bekannte Spieler die Chance, einen Platinum Pass für das Turnier zu gewinnen, der neben dem Buy-in auch ein komplettes Hospitality-Paket für die Bahamas umfasste. Durch die Pandemie hatte sich das Turnier um mehr als zwei Jahre verzögert, und als es endlich „Shuffle Up and Deal“ hieß, war die Spannung ins Unermessliche gestiegen.

Letztendlich fanden sich 1.014 Teilnehmende zum PSPC zusammen – und als der Final Table feststand, saß eine bunte Mischung aus führenden Profis und Platinpass-Inhabern am Tisch. Das deutsche Duo Niclas Thumm (dessen bestes offizielles Live-Turnierergebnis bis dahin $259 gewesen war) und Max Menzel schieden auf Platz Sechs bzw. Platz Zwei aus und verwandelten ihre Turniertickets in $1.000.000 bzw. $2.900.000.

Aber der neue Superstar des Events hieß Alexander Shylko. Der Weißrusse nahm 3,1 Millionen Dollar mit zurück nach Hause und löste Ramon Colillas als PSPC-Champion ab.

Alexander Shylko – Weißrusslands aufstrebender Superstar

Bei diesem – typisch lebhaften – Pokerfestival gehörten Sam Greenwood, Jonathan Jaffe, Connor Beresford, Justin Bonomo und Isaac Haxton (zweimal) zu den Gewinnern der großen Turniere, während Ognjan Dimov den „regulären“ $25K High Roller-Titel gewann.

Alles in allem legten die Tage in der Karibik einen unglaublichen Grundstein für ein brillantes Live-Pokerjahr.

EPT Paris

Die EPT landete zum ersten Mal seit ihrer letzten Station in Deauville im Jahr 2015 wieder in Frankreich – aber dieses Mal ging es in die Hauptstadt. Kurz nach dem Valentinstag fand in der Stadt der Liebe ein riesiges Event statt. Und das ganz ohne Übertreibung, denn die Pokerspieler, die aus aller Welt anreisten, machten die EPT Paris zum größten EPT-Debüt aller Zeiten.

Alan Goasdoue setzte sich beim FPS Main Event gegen ein 2.014 Teilnehmer starkes Feld durch und gewann €287.830, bevor Chris Brewer mit dem Sieg beim €50.000 Super High Roller und einem €25.000 Single-Day Event sein unglaubliches Pokerjahr einläutete.

Als sich die Aufmerksamkeit auf das EPT Main Event verlagerte, gelang Razvan Belea der erste Sieg für Rumänien auf Europas renommiertester Pokertour. Der Online-Profi hörte auf seine eigenen guten Ratschläge und gewann sensationelle 1,17 Millionen Euro – bei einem Turnier mit 1.606 Teilnehmern.

Razvan Belea setzt Rumänien auf die Länderliste der EPT-Champions

EPT Monte Carlo

Ende April/Anfang Mai 2023 war der atemberaubendste Turniersaal der Welt, der Salle des Etoiles im Monte Carlo Bay Hotel & Resort, wieder einmal Gastgeber der EPT Monte Carlo. Und wieder einmal setzten sich die Besten der Besten am Ende durch.

Der Kanadier Mike Watson, der schon seit den ersten Tagen der PokerStars Live-Events als Stammgast dabei ist, gewann als (erst) dritter Spieler einen zweiten EPT Main Event-Titel. Watson setzte sich gegen ein Feld von von 998 Teilnehmenden in Monte Carlo durch und kassierte nach einem Heads-up-Deal mit dem in Wien lebenden Deutschen Leonard Maue €749.425. Watson fügte den Titel seinem PCA-Triumph von 2016 hinzu.

Mike Watson holt EPT-Titel Nr. 2

Das Event im exklusiven Fürstentum konnte auch für den ersten großen Sieg eines japanischen Spielers feiern: Daisuke Ogita holte sich das FPS Main Event. Daneben holte Alex Kulev sich das Super High Roller-Turnier.

Die EPT freute sich auch über den Besuch von Magnus Carlsen, der sich dafür entschied, den ersten Tag seines Lebens als ehemaliger Schachweltmeister beim Pokern zu verbringen. Wir konnten uns mit ihm unterhalten.

Willkommen an den Pokertischen, Magnus Carlsen

EPT Barcelona

Es ist schwer, einen Chiplead beim Poker zu verteidigen – zumindest lautet so die gängige Meinung. Doch der französische Profi Simon Wiciak ließ sich in Barcelona von diesem vermeintlichen Problem nicht beeindrucken und verwandelte die Führung, die er an Tag 4 übernommen hatte, in einen EPT Main Event-Titel.

Simon Wiciak war in Barcelona nicht zu schlagen

Der 30-Jährige aus La Rochelle gewann 1,13 Millionen Dollar und setzte sich an einem von Brasilianern dominierten Finaltisch durch, an dem auch der legendäre Andre Akkari und der spätere Zweitplatzierte Joao Sydenstricker saßen. (Akkari kann übrigens auf eine unglaubliche Erfolgsbilanz in Barcelona zurückblicken.)

Wie jedes Jahr war die EPT Barcelona auch 2023 ein echtes Großereignis – und das Estrellas Main Event entwickelte sich zum größten Live-Turnier, das PokerStars je veranstaltet hat. Der Franzose Lucien Cohen, auch bekannt als „Ratman“, setzte sich in einem unglaublichen Teilnehmerfeld von 7.398 Spielern durch und gewann €880.000.

Kayhan Mokri holte sich seinen ersten Super High Roller-Titel, und auch einige PokerStars Power Path-Gewinner sorgten für Furore sorgten. Dazu gehörte auch das irische EPT Power Path Power-Paar Andy und Jenny Steele, die auf einzigartige Weise ihr Empty-Nest-Syndrom bekämpfen.

Jenny Steele, eine Hälfte des Power Path-Powerpaars

EPT Zypern

Zum zweiten Mal in einem ereignisreichen Jahr betrat die EPT Neuland, als sie auf der Mittelmeerinsel Zypern Station machte. Austragungsort war das imposante Merit Diamond Hotel Spa and Resort, das alles bot, was man sich von einer Pokerdestination nur wünschen kann (und dazu noch ein Schildkröten-Rehabilitationszentrum).

Wie immer herrschte vor Beginn des Events Nervosität bei den PokerStars-Planern und -Mitarbeitern. Wie viele Leute würden zu den Turnieren anreisen? Aber wie schon in Paris gab es keinen Grund zur Sorge: Die Turnierfelder waren riesig, und die Location erwies sich ab dem ersten Tag als Volltreffer.

Ankit Ahuja, ein ehemaliger PokerStars-Mitarbeiter, sorgte für einen fulminanten Start des Festivals, indem er das Eureka Main Event mit einem Rekord von 1.146 Teilnehmern gewann. Für Ahuja ging damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung: Schließlich war er ein paar Monate zuvor bei einem anderen großen $1.000 Buy-in-Event in Barcelona nur Fünfter geworden, und auch bei der WSOP 2023 hatte er den Finaltisch im $2.500 NLHE-Turnier erreicht und dort letztlich Platz Sechs geholt.

Ankit Ahuja: Vom PokerStars-Schreibtisch zum PokerStars-Champion

Juan Pardo setzte seine brillante Erfolgsserie fort und gewann das Super High Roller-Event vor seinem Landsmann Vicente Delgado. Pardo sicherte sich ein Preisgeld von $688.000 – und belegte in zwei weiteren $25.000-Events einen dritten und einen vierten Platz.

Den Höhepunkt bildete jedoch das Main Event, bei dem der allseits beliebte Gilles Simon den Durchbruch schaffte und ein fantastisches Preisgeld von 1,04 Millionen Dollar einstreichen konnte. Simon war ein ehemaliger Platinum Pass-Gewinner, den er im Rahmen der PokerStars „Dare To Stream“-Promotion gewonnen hatte. Doch statt auf Twitch hatte er sich danach mehr auf sein Spiel konzentriert – und dieser Sieg über ein Feld mit 896 Teilnehmern bewies, dass „Ghilley“ mit seiner Entscheidung richtig gelegen hatte.

Gilles „Ghilley“ Simon – EPT Zypern-Champion 2023

EPT Prag

Die European Poker Tour kehrte zu ihrem regelmäßigen vorweihnachtlichen Event nach Prag zurück. Aufgrund anderer hochkarätiger Veranstaltungen, die zur gleichen Zeit stattfanden, hatte es im Vorfeld Fragezeichen bezüglich der möglichen Teilnehmerzahlen gegeben.

Doch das erwies sich als völlig unbegründet.

Als Erstes brach das €1.100 EUREKA Poker Tour Main Event mit 4.403 Teilnahmen den bisherigen Teilnahmerekord. Das Gleiche galt für das €5.300 EPT Main Event, für das 1.285 Teilnehmende gemeldet waren. Damit wurden die bisherigen Höchstzahlen von 4.017 bzw. 1.267 deutlich übertroffen.

Und auch die Turnieraction passte sich dem außergewöhnlich hohen Standard an: Der Österreicher Alexander Tkatschew gewann das EUREKA Main Event und kassierte €511.710 – sein zweiter großer Sieg in diesem Jahr nach seinem Erfolg beim €25.000-Turnier auf Zypern.

Apropos €25.000-Turnier: In Prag hieß der Gewinner hier Ole Schemion, der damit €246.370 einfuhr und sich zum ersten Mal nach sieben Jahren wieder einen Titel auf der European Poker Tour holte.

Und zum krönenden Abschluss gewann Padraig O’Neill das EPT Prag Main Event 2023 – nach einem Finaltag, der es in sich hatte.

Padraig O’Neill gegen Jon Kyte: ein Kampf für die Ewigkeit

Der norwegische Profi Jon Kyte dominierte die ersten Tage des Turniers und ging mit mehr als 60 Prozent aller Chips ins Finale der letzten fünf Spieler. Das war der größte Vorsprung, den ein Spieler jemals vor dem Finaltag hatte.

O’Neill spielte jedoch großartig, vergrößerte langsam seinen Stack (der kurzfristig nur noch 12 Big Blinds groß gewesen war) und übernahm die Führung in einem Heads-up-Shootout gegen Kyte, das in einen der spannendsten Kämpfe seit Menschengedenken ausartete.

Am Ende setzte sich O’Neill durch und bescherte Irland den zweiten EPT-Champion in seiner fast 20-jährigen Geschichte.

EUREKA Rozvadov

Im März 2023 stellte die EUREKA Poker Tour erneut Rekorde auf. Bei dem im King’s Resort im tschechischen Rozvadov ausgetragenen Event wurde das größte Standalone-Event in der Geschichte der EUREKA Poker Tour ausgespielt – noch nie dagewesene 1.866 Teilnahmen im €1.100 Main Event sorgten für einen Preispool von €1.722.700.

Die hohe Teilnehmerzahl bedeutete letztlich auch, dass der Finaltisch hervorragend besetzt war – unter anderem mit dem PSPC 2023-Champion Alexander Shylko, der letztlich Platz sieben belegte. Der Sieg – und Platz zwei – gingen jedoch nach Deutschland. Im Heads-up besiegte Jörg Schneegass Paul Knebel und nahm €187.335 mit nach Hause.

Jörg Schneegass und Paul Knebel nach der letzten Hand

EUREKA Hamburg

Die EUREKA Poker Tour machte 2023 zum ersten Mal seit 2017 wieder Jahr Halt in Deutschland – genauer gesagt in Hamburg. Und auch hier war der Andrang so groß, dass das Casino Schenefeld aus allen Nähten platzte: Beim €1.100 Main Event stand nach drei (!) Starttagen fest, dass 703 Entries die bisherige Bestmarke von 581 Teilnehmenden bei Weitem übertroffen hatten.

Das sorgte natürlich auch für gigantische Preisgelder: Der Gesamtpreispool belief sich auf €667.850. Am Ende setzte sich mit Amir Mozaffarian auch hier ein deutscher Spieler durch, der sich über €123.780 Preisgeld freuen konnte.

Amir Mozaffarian gewinnt das EUREKA Hamburg Main Event

Vorfreude auf die Live-Events 2024

Die EPT war 2023 ein solcher Erfolg, dass die Turnierveranstalter für 2024 quasi eine Wiederholung organisiert haben. Ja, wir werden wieder in Paris, Monte Carlo, Barcelona, Zypern und Prag dabei sein. Mehr dazu findest du auf der offiziellen Website der EPT.

Natürlich wird es auch wieder regionale Touren wie die EUREKA oder FPS geben. Die dazugehörigen Tourstopps werden Anfang des Jahres bekannt gegeben werden.

In der Zwischenzeit wünschen wir dir in erfolgreiches neues Jahr 2024 – am und abseits des Pokertisches.

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