Wednesday, 17th April 2024 10:12
Home / Ole Schemion holt nach sieben Jahren wieder einen EPT-Titel

Sieben Jahre nach seinem Sieg beim €100.000 Super High Roller in Monte Carlo hat Ole Schemion endlich sein Warten auf einen weiteren EPT-Titel beendet.

Der 31-jährige Deutsche, der inzwischen mehr als $19,5 Millionen bei Live-Turnieren verdient hat, setzte sich im zweiten €25.000 NL Hold’em-Turnier der PokerStars European Poker Tour (EPT) Prag 2023 gegen ein 27-köpfiges Teilnehmerfeld durch und gewann €246.370.

Er besiegte Diego Zeiter im Heads-up und beendete damit seine EPT-Durststrecke. Zeiter sicherte sich mit Platz Zwei immerhin seinen bisher besten Live-Cash und kassierte €158.800 für seine Bemühungen.

Teun Mulder verpasste knapp seinen zweiten €25K-Sieg in Folge, als er auf dem dritten Platz für €105.300 ausschied. Damit übernimmt der Niederländer nun den ersten Platz der ewigen niederländischen Preisgeld-Rangliste und löst Jorryt van Hoof ab.

Der stets unterhaltsame und joviale Nozomu Shimizu (€76.200) wurde Vierter, während sich der Norweger Kayhan Mokri den €61.600 Min-Cash sicherte.

EPT 2023 Prag €25.000 NL Hold’em II Event – Ergebnisse am Finaltisch

Platz 1: Ole Schemion (DE) – €246.370
Platz 2: Diego Zeiter (CH) – €158.800
Platz 3: Teun Mulder (NL) – €105.300
Platz 4: Nozomu Shimizu (JA) – €76.200
Platz 5: Kayhan Mokri (NO) – €61.600

Schemion schaffts

Das Turnier begann mit sechs Spielern, doch am Ende der Late-Registration-Phase waren 16 Spieler im Turnier, gefolgt von mehreren Neuanmeldungen und Re-Buys

Es dauerte weitere drei Levels, bis der Finaltisch erreicht war. Laszlo Bujtas, Andras Nemeth und Niklas Astedt waren die ersten drei, die nach dem Ende der Anmeldefrist ausschieden. Bald darauf mussten auch Dimitar Danchev, Juan Pardo und Tamas Adamszki an die Rail.

Ognyan Dimov verlor gegen Paulius Plausinaitis fast all seine Chips, als sein Bluff gegen Plausinaitis‘ Asse danebenging. Der Bulgare wurde ein paar Hände später von Mulder vom Tisch genommen. Mit Dimovs Ausscheiden stand der neunköpfige Finaltisch fest, an dem Mulder die Chipführung hatte.

Kayhan Mokri

Ein fantastischer Hero-Call von Mokri (gegen einen Bluff von Plausinaitis) sorgte dafür, dass er in der Chip-Rangliste nach oben schoss. Kurz danach wurde Lituauer, der Zweitplatzierte des ersten €25.000 NL Hold’em-Turniers, von Mulder aus dem Turnier geworfen – im Grunde eine Wiederholung des letzten Events, bei dem Mulder Plausinaitis vor knapp 24 Stunden im Heads-up geschlagen hatte.

Als es in die Essenspause ging, lag Mokri an der Spitze des Teilnehmerfelds, mit nur ein paar Big Blinds vor Schemion und Hirokazu Kobayashi. Mulder war in die untere Hälfte des Chip-Leaderboards abgerutscht und lag zusammen mit Shimizu und Zeiter hinter den oben genannten Namen. Nur Andrii Derzhypilskyi und Steve O’Dwyer hatten weniger Chips als der Niederländer.

Der Kartenflüsterer

Im nächsten Level wurde O’Dwyer von Shimizu kalt erwischt, als der „Kartenflüsterer“ die Pocket Queens seines Gegners outfloppte und damit die Soft Bubble einleitete. Die eigentliche Bubble begann, als Shimizu einen Flush floppte und damit seinen Landsmann Kobayashi auf Platz Sieben an die Rail schickte.

Nozomu Shimizu

Shimizu fand sich dann als Short Stack wieder, nachdem er von den Blinds aus gegen Zeiters Damen All-in gegangen war. Aber wie durch ein Wunder stieg der Japaner, dank einer wahren Flut von erstklassigen Händen, wieder zum Chipleader auf. Und die Pokergötter meinten es auch weiterhin gut mit Shimizu, denn er hatte Ass-König, als Derzhypilskyi mit Ass-Dame All-in ging – und brachte damit die Bubble zum Platzen.

Shimizu machte all seine harte Arbeit innerhalb weniger Sekunden zunichte, als er mit Zehn-Neun in einer Four-Bet All-in ging – ausgerechnet gegen Schemions Asse. Das Board brachte keine Überraschungen und Schemion sicherte sich die überwältigende Chip-Führung. Nachdem er Mokri aus dem Turnier geworfen hatte, entfernte er sich weiter vom Rest des Feldes und schrumpfte das Turnierfeld auf nur noch vier Spieler.

Mulder beendete schließlich Shimizus guten Lauf. Dann übernahm der Niederländer die Chip-Führung von Schemion, indem er dessen Asse mit einer Broadway Straight auf dem River knackte.

Spiel zu dritt

Diego Zeiter

Danach wanderten die Chips zwischen den letzten Drei eine gute Stunde lang hin und her. Keiner von ihnen gab nach, bis Schemion in einer der interessantesten Hände des Tages Mulder mit Pocket Queens aus dem Turnier warf und mit einer souveränen Chipführung ins Heads-up ging.

Die beiden Finalisten lieferten sich ein kurzes Duell, das Schemion für sich entschied. Damit verbuchte der deutsche Pokerprofi seinen ersten Sieg bei einem EPT-Turnier seit 2016.

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