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Glossar – Pokerbegriffe einfach erklärt

Februar 16, 2017
von PokerStarsSchool

Wie in jeder Community, so gibt es auch unter Pokerspielern einen Jargon, der verstanden werden muss. In unserem Poker-Glossar findet ihr alle wichtigen Pokerbegriffe und Fachworte aufgelistet und einfach erklärt.

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W

A

Action

(1) Die Gelegenheit zur aktiven Beteiligung am Spiel. Wenn ein Spieler nicht bemerkt, dass er an der Reihe ist, kann der Dealer (Kartengeber) ihn mit den Worten: „Your action“ („Sie sind an der Reihe“) zum Spielen auffordern.

(2) Hohe Aktivität in der aktuellen Setzrunde, die sich z. B. in Einsätzen und Erhöhungen äußert: „Wenn ein drittes Pik auf dem Board erscheint und es danach jede Menge Action gibt, kann man davon ausgehen, dass jemand einen Flush hat.“

AFq

Abkürzung für „Agression Frequency“: ein Begriff, der häufig in Trackerprogrammen wird.

Aktions-Peter

(„den Aktions-Peter“ haben) Leitet sich vom Spiel „der schwarze Peter“ ab und trifft auf den Spieler eines STTs zu, der die wenigsten Chips hat, speziell an der Bubble. Wer den „Aktions-Peter“ hat, hat die Berechtigung und Verpflichtung, mit aktivem Spiel zu versuchen, Chips zu akkumulieren und diesen auch wieder abzugeben, da er der erste Spieler ist, der wegblindet.

All-in

„Alles gesetzt“. Einsatz aller am Tisch verfügbaren Chips eines Spielers. Ist ein Spieler all-in, nimmt er an weiteren Einsatzrunden nicht mehr aktiv teil.

Ante

Ein kleiner, vorgeschriebener Einsatz, den jeder Spieler vor Einsicht der Karten erbringen muss, damit ein Pot gebildet wird. Nicht alle Pokervarianten werden mit Ante gespielt – Bei den meisten Hold’em-Varianten gibt es ein solches Ante nicht; stattdessen wird der Pot hier mit „Blinds“ gebildet. Ausnahme sind manche No-Limit-Hold’em-Turniere, wo nach einigen Levels ein Ante eingeführt wird.

ATM

„Geldautomat“. Im Poker beschreibt man so gern einen Spieler, der konstant Geld verliert.

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B

Bad Beat

„Großes Pech“ beim Poker: Der Ausdruck wird immer dann benutzt, wenn ein sehr starkes Blatt von einem deutlich schwächeren Blatt geschlagen wird. „Bad Beat“ deutet außerdem an, dass der letztendliche Gewinner eigentlich gar nichts im Pot zu suchen hatte und nur dank extremem Kartenglück gewonnen hat. Wir geben euch hier kein Beispiel – von Bad Beats werdet ihr im Laufe eurer Pokerkarriere noch genug hören …

Backdoor Draw

Eine unfertige Hand (Draw), für deren Vervollständigung man noch zwei Karten benötigt (Beispiel: Man hält drei Herzen am Flop, es fehlen also noch zwei Herzkarten zum Flush.)

Badugi

(1) Eine relativ neue Pokervariante asiatischen Ursprungs, die immer beliebter wird. Jeder Spieler bekommt vier Karten, es gibt drei Draws (drei Gelegenheiten einige Karten abzugeben und dafür vom Dealer neue zu bekommen) und am Ende gewinnt die niedrigste Hand. (2) Vier Karten in verschiedenen Farben, die keine Paare bilden, werden in der Pokervariante Badugi ebenfalls als Badugi bezeichnet.

Bankroll

Das Geld, das einem zum Pokern zur Verfügung steht und keinem anderen Zweck dient.

Barrel

Ein Einsatz (Bet), den man macht, obwohl man nichts getroffen hat.

Bet

Der erste Einsatz in einer Wettrunde. Wird dieser Einsatz weiter erhöht, spricht man von einem Raise.

Bet Size

„Einsatzhöhe“. Der Echtgeld- oder Chip-Betrag des Einsatzes, der getätigt wird oder zur Diskussion steht. „Wie hoch war die Bet?“

Bet Sizing

In einem No Limit-Spiel Einsätze in einer bestimmten Höhe tätigen, die (a) es für die Gegner attraktiv machen sollen, sich am Pot zu beteiligen, oder die (b) keine guten Gewinnchancen bieten (mit der Absicht, die Gegner zum Aussteigen zu bewegen).

Big Slick

Beim Texas Hold’em werden A-K als Startkarten als „Big Slick“ bezeichnet. Auch bekannt als „Anna Kournikova“, „Santa Barbara“ oder „Walking back to Texas“.

Big Stack

Ein Spieler mit vielen Chips am Tisch.

bleed

„bluten“. Über mehrere Hände hinweg Geld verlieren.

Blind

Zwangseinsatz vor Beginn einer Hand. Dabei bezahlt der Spieler links vom Dealer den Small Blind und der Spieler zwei Plätze links vom Button setzt den Big Blind. In der Regel ist der Big Blind doppelt so hoch wie der Small Blind.

Blindlevel

Bezeichnet in Turnieren die Höhe der aktuellen Blinds, also der Mindesteinsätze, die zwei Spieler bringen müssen (Big und Small Blind). Bei Turnieren werden die Blinds in regelmäßigen Abständen erhöht.

Blindstealing

Ein Raise vor dem Flop mit einer eher schwachen Hand, mit dem Ziel, alle Gegner zum Folden zu bringen und die Blinds zu gewinnen. In der Regel geschieht dies in später Position, wenn bisher alle Spieler gepasst haben.

Blockers

Karten, die man hält und die mögliche starke Hände des Gegners blockieren.

Bluff

Bezeichnet ein Verhalten im Poker, bei dem ein Spieler einen anderen zum Aufgeben seiner Hand bringen will, indem er setzt oder erhöht, obwohl er selbst keine gute Hand hält.

Bluffcatcher

Eine eher schwache Hand, die gerade ausreicht, um einen Bluff auffliegen zu lassen, mit der man aber gegen gute Blätter verliert

Board

Die Gemeinschaftskarten (Communitycards), die beim Texas Hold’em oder Omaha auf dem Tisch liegen.

Bounty

„Kopfgeld“: Eine Prämie, die bei manchen Turnieren für das Ausscheiden eines anderen Spielers gezahlt wird. Manchmal wird eine Bounty gezahlt, wenn ein Spieler einen anderen Spieler aus dem Turnier wirft; manchmal werden bestimmte Spieler:innen (z. B. Gewinner:innen früherer Turniere oder bekannte Spieler:innen) mit einem „Kopfgeld“ bedacht.

Break-even

„plus/minus null“: Break-even ist man, wenn man weder Gewinne noch Verluste gemacht hat, also genauso viel eingenommen wie ausgegeben hat.

Bubble

Turniersituation in der sich noch genau ein Spieler mehr im Turnier befindet als Preise ausgezahlt werden. Derjenige der als nächster ausscheidet ist also der einzige, der kein Preisgeld bekommt. Dieser unglückliche Spieler wird auch als „Bubbleboy“ bezeichnet.

Bubbleboy

Bezeichnet in einem Turnier den Spieler, der einen Platz vor dem Geld ausscheidet und somit leer ausgeht

Burncard

Eine Karte, die vor dem Geben von Gemeinschaftskarten weggelegt wird. Damit soll eigentlich erreicht werden, dass niemand eine markierte Gemeinschaftskarte bereits vorher gesehen hat. Heutzutage ist es nicht mehr nötig, Burncards auszuteilen (vor allem online), aber es wird aus Tradition dennoch gemacht.

Busten

In einem Turnier alle Chips verlieren und ausscheiden.

Button

(1) Kurzform von „Dealerbutton“: Ein großer Chip (gelegentlich mit einem aufgedruckten „D“) auf dem Pokertisch, der den nominellen Kartengeber – den „Dealer“ – anzeigt. Der Button wandert mit jeder gespielten Runde im Uhrzeigersinn um den Tisch, um anzugeben, wer gerade „Dealer“ ist – und wer dementsprechend die Blindeinsätze entrichten muss. (2) Der Ausdruck wird auch als Bezeichnung für den Spieler an der Position des Dealerbuttons benutzt: „Oh, der Button hat erhöht.“

Buy-in

Der Betrag, mit dem sich Spieler in ein Turnier oder Sit and Go einkaufen. Dieses Buy-in fließt größtenteils in den Preispool ein, bis auf einen kleinen Teil, den das Casino einbehält (Rake).

Bring-in

Der Einsatz beim Stud, den der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte in der ersten Runde bringen muss

Broadway

Straight bis zum As; wird normalerweise nur als Ausdruck in Stud- und Community-Card-Spielen verwendet.

Broadway Card

Jedes As, jeder König, jede Dame, jeder Bube oder jede 10, also jede Karte, die Teil des Broadway sein könnte.

broke

„pleite“. (1) Die gesamte Bankroll verloren haben. (2) Alles Geld, das man momentan am Tisch hat, verlieren.

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C

Call

Einen von einem anderen Spieler getätigten Einsatz mitgehen

Cap

Die vierte und damit letzte mögliche Erhöhung beim Limit Texas Hold’em (in einigen wenigen Casinos sind fünf Erhöhungen erlaubt)

Card dead

Wer „card dead“ ist, bekommt einfach keine vernünftigen Karten – egal ob damit keine guten Starthände gemeint sind oder die Tatsache, dass man keine Draws trifft.

Cashgame

Poker an einem Echtgeldtisch, bei dem es keine ansteigenden Blinds gibt und Spieler jederzeit neue Chips kaufen können.

Calling Station

Ein Spieler, der sehr viele Hände spielt (loose), sehr häufig mitgeht und selten erhöht oder passt

Check

Wenn in einer Setzrunde noch kein Einsatz gebracht wurde, besteht die Möglichkeit zu schieben, also nichts zu machen bzw. auszusetzen. Dies wird als Check bezeichnet.

Checkcall

Checken und dann callen (mitgehen), falls jemand setzt

Checkraise

Checken und raisen (erhöhen), falls nach einem jemand setzt.

Chipleader

Der Spieler im Turnier, der aktuell die meisten Chips besitzt.

Chopped Pot

Ein gleichmäßig aufgeteilter Pot – in der Regel als Folge davon, dass ein Spieler in einem Split-Pot-Spiel ein hohes und der andere ein niedriges Blatt  hält. In No Limit-Spielen kann ein Pot auch „gechoppt“ werden, wenn zwei oder mehr Spieler identische Hände haben.

Community Cards

Community Cards („Gemeinschaftskarten“) sind die Karten, die im Texas Hold’em und Omaha offen auf den Tisch kommen und von allen Spielern am Tisch benutzt werden dürfen. Man bezeichnet sie auch als das „Board“.

Complete(n)

(1) Hold’em: Vor dem Flop callen, wenn man im Small Blind sitzt und vor einem niemand erhöht hat. Man komplettiert dabei den Small Bet, von dem man durch das Setzen des Small Blinds schon einen Teil bezahlt hat.(2) Stud: Die erste Erhöhung der ersten Wettrunde wird Complete genannt.

Connector

Zwei oder mehrere verbundene Karten. sind z. B. connected. Sind diese Karten auch noch von einer Farbe, so sind es Suited Connectors: .

Continuation-Bet

Setzt der Spieler am Flop, der preflop den letzen Raise gemacht hat, nennt man dies einen Continuation-Bet (auch Conti-Bet oder C-Bet genannt).

Cold Deck

Ein Spieler mit einer starken Hand trifft auf einen Spieler, dem die Gemeinschaftskarten eine noch stärkere Hand ermöglichen.

Committed sein

Wenn es unter keinen Umständen mehr sinnvoll ist die Hand gegen einen möglichen All-in Raise zu passen. Dies kommt vor wenn man entweder schon den Großteil seines Stacks gesetzt hat (und dann sehr gute Pot Odds bekommt) oder wenn man eine sehr starke Hand hält.

Cooler

Eine Situation in der man ohne einen Fehler zu machen mit der schlechteren Hand all-in geht und viel Geld bzw. seinen ganzen Stack verliert. Der Unterschied zu einem Bad Beat besteht darin, dass man schon in dem Moment, wo das Geld in den Pot wandert, hinten liegt.

Cowboys

Anderer Ausdruck für Pocket-Kings, z.B. KK

Cripple the deck

Der Ausdruck „cripple the deck“ besagt, dass ein Spieler all jene Karten unter den Gemeinschaftskarten findet, die ihm ein optimales Blatt bescheren … und damit gleichzeitig für alle anderen das Board „verkrüppelt“. Ein Beispiel: Wenn man als Startkarten ein Paar Könige hat und mit dem Flop die beiden anderen Könige erscheinen, hat man das Board „verkrüppelt“.

Cut-off

Die Position (oder der Spieler) direkt rechts vom Dealer. Der Cut-off ist eine sehr gute Position, da man häufig als letzter Spieler agieren kann.

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D

Dead Money

Geld, das sich im Pot befindet und von Spielern stammt, die bereits gefoldet haben und damit nicht mehr an der Hand beteiligt sind

Dealer

(1) Livegames: die Person, die die Karten sowie den Pot verteilt und das Spielgeschehen überwacht. In deutschen Casinos wird der Dealer „Croupier“ genannt.(2) Online: rein formale Position des Kartengebers, denn die Karten werden online automatisch verteilt. Diese Position wird durch den Dealerbutton gekennzeichnet, der reihum geht. Der Spieler in dieser Position wird oft auch einfach als Button bezeichnet.

Dealerbutton

Auch Button genannt (1) Ein großer Chip, der im Uhrzeigersinn herumgeht. Er dient dazu, die Position des Kartengebers bzw. Dealers zu bestimmen, jedoch rein formal. Der Spieler mit dem Button gibt nämlich nicht die Karten, diese werden im Casino von einem Angestellten ausgegeben bzw. online automatisch verteilt.(2) Der Spieler, vor dem der Button liegt, wird oft ebenfalls als Button (oder auch als Dealer) bezeichnet.

Discounten

Karten, die das eigene Blatt verbessern, werden Outs genannt. Ist man sich nicht sicher, ob man tatsächlich gewinnt, falls man eines seiner Outs trifft, zieht man einen Teil seiner potentiellen Outs ab, um abzuschätzen, wie viele Karten einen im Durchschnitt gewinnen lassen. Diesen Denkprozess nennt man Discounten. Beispiel: Wir halten auf einem -Board. Sechs Karten würden uns Toppair machen (dreimal und dreimal ). Allerdings kann es sein, dass wir trotzdem verlieren, weil jemand zwei Paare oder einen Drilling hat. Vorsichtshalber ziehen wir deshalb zwei mögliche Outs ab und haben nach dem Discounten vier verbleibende Outs.

Dominieren

Man spricht von Dominanz, wenn zwei Spieler eine Karte desselben Ranges halten, aber Beikarten (Kicker) von unterschiedlich starkem Rang haben – in einem solchen Fall „dominiert“ ein Spieler die Hand des anderen. Ein Beispiel: Spieler A hält A 10 und Spieler B A 6. Damit dominiert Spieler A die Hand von Spieler B.

Donk / Donk Bet

Ein Einsatz außer Position, wenn der Aggressor der vorigen Runde noch nicht am Zug war. „Donk“ ist die englische Kurzform von „Donkey“ (Esel). Der Begriff kam zustande, weil Donk Bets zeitweise in jeder Situation für schlecht gehalten wurden. Diese Ansicht wird inzwischen von den meisten Pokerspielern nicht mehr geteilt. Ein Beispiel: Der Spieler am Button erhöht vor dem Flop, Small Blind und Big Blind callen. Auf dem Flop checkt der Small Blind und der Big Blind setzt. In diesem Fall hat der Big Blind eine „Donk Bet“ gebracht.

Doorcard

Die erste offene Karte in der Pokervariante Stud.

Downswing

Eine Pechsträhne. In dieser Phase spielt man deutlich unter dem Erwartungswert. Man hat einfach Pech, wozu sich meistens nach einem längeren Downswing auch noch schlechtes Spiel gesellt.

Draw

Eine Hand, die noch eine weitere Karte benötigt, um komplett zu sein oder um sich stark zu verbessern.

Doublesuited

Starthand beim Omaha, in der jeweils zwei Karten die gleiche Farbe haben.

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E

Entry

(1) Eintrittsgeld. (2) Buy-in für ein Turnier oder die Teilnahme an einem Turnier. „Ich habe ein Entry für das Hauptturnier gewonnen.“.

Equity

Gewinnchance multipliziert mit der Größe des Pots. Ein Beispiel: Wir haben eine Gewinnchance von 40 % und im Pot sind $10, dann beträgt unsere Equity $4.

EV

+/-EV steht für expected value, deutsch: Erwartungswert. Hat man einen positiven Erwartungswert (+EV), gewinnt man im Durchschnitt Geld.

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F

Final Table

Der letzte Tisch eines Turniers. Am Finaltisch nehmen für gewöhnlich die neun oder zehn verbliebenen Spieler teil und dort werden die großen Gewinnsummen ausgespielt.

Fisch

Ein Spieler, der besonders schlecht spielt oder noch sehr unerfahren ist.

Float

den Flop bzw. Turn mit einer schwachen Hand callen, um am Turn bzw River einen Bluff zu spielen.

Floorman

Der Floorman vermittelt und entscheidet bei Streitigkeiten und Unstimmigkeiten zwischen einem Spieler und dem Dealer/Croupier. Der Floorman kann Entscheidungen des Dealers überstimmen.

Flop

(1) Die ersten drei Communitycards beim Texas Hold’em und Omaha (2) Die zweite Setzrunde beim Texas Hold’em und Omaha

Flush

Eine Kombination aus fünf gleichfarbigen Karten wie z. B. 35810Q.

Flushdraw

Man hat bereits eine Kombination von vier gleichfarbigen Karten, und es fehlt nur noch eine Karte in dieser Farbe zum Flush.

Fold

Die Karten aufgeben und sie zum Dealer passen. Man steigt dadurch aus der aktuellen Hand aus und kann nicht mehr aktiv am Spielgeschehen teilnehmen.

Fold 3B

Terminus häufig benutzt in Trackerprogrammen. Abkürzung für „Fold to 3 Bet“. Die Statistik bezieht sich darauf, wie ein Spieler reagiert, wenn er vor dem Flop erhöht und ein Gegner einen Reraise (= 3 Bet oder Three-Bet) macht. Je höher der Wert, desto häufiger foldet ein Spieler in dieser Situation.

Fold Equity

Die Wahrscheinlichkeit, dass einer oder alle Spieler nach einem folden.

Four-Bet (4-Bet)

Die Erhöhung einer Erhöhung der Erhöhung, und damit der vierte Einsatz. Siehe auch Three-Bet (3-Bet).

Freeplay

Möglichkeit, die nächste Gemeinschaftskarte zu sehen, ohne dafür einen Einsatz bringen zu müssen

Freeroll

(1) Möglichkeit, einen Gewinn zu machen, ohne ein Risiko (z. B. Einsatz von Geld) eingehen zu müssen (2) Ein Turnier, für das kein Buy-in erbracht werden muss

Full House

Eine Hand, die aus einem Drilling und einem Paar besteht.

Fullring

Ein Tisch mit neun oder zehn Spielern; Gegenteil von Shorthanded.
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G

Grind / grinden

Poker Spiel, bzw. Poker spielen. Als „Grinder“ werden Pokerspieler bezeichnet, die für ein Einkommen spielen.

Gutshot

(auch „Gutshot Straight“ oder „Inside Straight“ genannt). Eine Straße, der eine der mittleren Karte fehlt. Ein Beispiel: Man hat 9-8 und auf dem Flop erscheint 7-5-2. Wenn mit dem Turn die 6 kommt, dann hat man seinen „Gutshot Straight“ (dt. in etwa „Bauchschuss-Straße“) vervollständigt.
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H

Hand

(1) Eine Partie, bei der einmal Karten gegeben, Chips gesetzt und der Pot zugeteilt werden. Beim Hold’em wird danach der Button einen Platz weiterbewegt.(2) Bezeichnung für die besten fünf Karten, die ein Spieler mit seinen Holecards und den Gemeinschaftskarten bilden kann.

Heads-up

Poker mit zwei Spielern. Dieser Zustand bezeichnet eine Phase (z. B. die letzte Phase eines Turniers, bei der nur noch zwei Spieler übrig sind), eine Hand, bei der nur noch zwei Spieler gegeneinander spielen, da alle anderen gefoldet haben oder ein Duell zwischen zwei Spielern in Form eines ?SnGs oder Cash Games.

High Card

Niedrigstes Pokerblatt. Hat man also nicht einmal ein Paar getroffen, zählt die höchste Karte (High Card).

High Roller

Im Allgemeinen Spieler, die um sehr hohe Einsätze spielen.

Highjack

drittletzte Position am Tisch ausgehend von dem Dealerbutton (also die Position zwei Plätze rechts vom Button)

Hold’em

(1) Kurzform von Texas Hold’em (2) Begriff, der Pokervarianten, die mit Communitycards gespielt werden, zusammenfasst. Regelmäßig gespielt werden momentan Texas Hold’em und Omaha Hold’em (meistens nur Omaha genannt)

Hole Cards

(„Handkarten“, „Startkarten“) Die Karten, die ein Spieler zu Beginn einer Hand verdeckt erhält. Bei Texas Hold’em bekommt der Spieler zwei, bei Omaha vier „Hole Cards“. Mit diesen Karten und den Gemeinschaftskarten bildet der Spieler dann eine möglichst gute Fünf-Karten-Kombination.

House

„Das Haus“. Der Veranstalter einer Pokerpartie: „Die $2, die Sie auf den Button platzieren, gehen ans Haus.“

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I

Implied Odds

Berechnung der Odds nicht an der aktuellen Potgröße, sondern an der geschätzten Endgröße des Pots. Man rechnet also die Gewinne, die man später in der Hand zu machen erwartet, zu den Odds hinzu. Beispiel: Man spielt Limit Hold’em, hat einen Open-ended Straightdraw am Turn und bekommt Potodds von 4,5:1. Wenn man erwartet, am River noch einen Big Bet zu gewinnen, falls man trifft, bekommt man Implied Odds von 5,5:1.

Inside Straight Draw

(siehe auch „Inside Straight“ oder „Gutshot Straight“) Ein Straßenansatz, dem eine der mittleren Karten fehlt. Ein Beispiel: Wenn man schon 6-7-9-10 zusammen hat, bräuchte man eine 8, um den „Inside Straight Draw“ zu komplettieren.

Instacall

Ein Call ohne lange Überlegung (auch „Snapcall“ genannt).

Isolieren

Durch einen Raise oder Reraise alle Gegner außer einen zum Folden zu bringen.

ITM

Abkürzung für „In the money“. Im Turnier die Geldränge erreichen
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K

Kicker

Beikarte, die nicht zur höchstmöglichen Kartenkombination gehört. Hat man beispielsweise als Pocketcards und am Board liegen , so hat man Two Pair () und als Kicker . Hält in diesem Beispiel ein Gegner ebenfalls eine 5, dann entscheidet in solch einem Fall der Kicker darüber, welcher Spieler die Hand gewinnt.
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L

Lay-down

Aus einer Hand aussteigen, obwohl man gute Karten hat, weil man glaubt, dass das Blatt des Gegners noch stärker ist

Limit

(1) Kurzform für „Fixed-Limit“, eine Setzstruktur, bei der die Größe der Einsätze und Erhöhungen zu jedem Zeitpunkt vorgegeben ist.(2) Die Höhe der Blinds oder des maximalen Buy-ins, die angibt, um wie viel Geld gespielt wird. Der Begriff kann sich auch auf „No-Limit“- oder „Pot-Limit“-Spiele beziehen.

Limp/Limper

Ein Call vor dem Flop, ohne dass vor dem Spieler erhöht wurde

Livecards

Vor allem im Stud verwendeter Begriff. Kennzeichnet die Karten, die noch nicht gesehen wurden, die sich also noch im Deck befinden können.

Loose

„locker“. Gegenteil von „tight“. Ein looser Spieler beim Hold’em spielt fast jede Startkombination aus zwei Karten und geht mit fast allen Karten, die eine Gewinnchance haben, bis zum River mit.

Lowcard

Jede Karte, die bei Stud High-Low und Omaha High-Low Teil einer qualifizierenden Low-Hand sein kann, also jede bis und jedes .
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M

Made Hand

Eine Hand, die bereits vollständig ist (oder aufgefüllt wurde) und keine weiteren Karten mehr benötigt – egal welche Karten in späteren Runden noch kommen. „Der Dealer hat ihm eine Made Hand gegeben.“

Maniac

Spieler der viel raist und reraist ohne entsprechend starke Hände zu haben. Ein Maniac blufft viel und ist grundsätzlich schlecht einzuschätzen.

Marginale Hand

Eine mittelstarke Hand, mit der es oft schwierig ist zu entscheiden, ob es sich lohnt weiterzuspielen oder ob man folden sollte

Monotone

Starthand beim Omaha, in der alle vier Karten dieselbe Farbe haben

MTT

Abkürzung für „Multi Table Tournament“ (Multitisch-Turnier, Turnier mit mehreren Tischen). Dieser Begriff wird hauptsächlich für Turniere gewählt, die zu einem festgelegten Zeitpunkt starten (im Gegensatz zu „Sit and Gos“), allerdings gibt es auch SnGs mit mehreren Tischen.

Muck

die Karten, die vor dem Dealer liegen (Burncards, gefoldete Blätter etc.). Wenn man foldet, schmeisst man die Karten in den Muck. Diesen Begriff kann man auch als Verb („mucken“) verwenden, wenn man Karten verdeckt in den Muck wirft.

Multitabling

Mehrere Tische gleichzeitig spielen.

Multiway Pot

(auch „Family Pot“ genannt). Ein Pot, an dem sich vor dem Flop drei oder mehr Spieler beteiligen.

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N

Nit

Ein sehr tighter und eher passiver Spieler.

Nuts

Die bestmögliche Hand zum jetzigen Zeitpunkt.

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O

Odds

Eine Darstellungsform für Wahrscheinlichkeiten. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, ins Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit, dass es nicht eintritt, gesetzt. Beispiel: Wir gewinnen eine Hand mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 %. Dann verlieren wir mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 %. Die Odds sind dann 80:20 bzw. 4:1.

Odds Call

ein Call, der rein auf die korrekten Pot Odds zurückzuführen ist.

Offsuit

Zwei Karten unterschiedlicher Farbe. ist beispielsweise offsuit.

Omaha

Eine Pokervariante, in der man vier Pocketcards erhält. Von diesen Pocketcards muss man zwei Karten benutzen, um mit drei Karten vom Board seine Hand zu bilden. Ansonsten entsprechen die Regeln denen beim Texas Hold’em.

Open Pair

Ein Paar, das offen auf dem Board liegt.

Open-ended

„mit offenem Ende“. Bezieht sich auf eine offene Straße (Straight). „Ich habe gecallt, weil ich open-ended war“ bedeutet, dass der Spieler einen Draw zu etwas wie 4-5-6-7 hatte.

Open-Ended Straight

Vier Karten von einer Straße ohne „Löcher“ und mit „Raum“ an beiden Enden, so dass sie im 52-Karten-Deck mit acht Karten oder im 53-Karten-Deck mit neun Karten als 2-3-4-5 oder 7-8-9-10 gemischter Farben gebildet werden kann. Die erste Straight kann im 52-Karten-Deck mit einem beliebigen Ass oder einer 6 vervollständigt werden; die zweite Straight kann im 53-Karten-Deck mit einem beliebigen Ass, einer 6 oder dem Joker gebildet werden. Auch bekannt als „Double-Ended Straight“ oder „Outside Straight“.

Open-Ended Straight Draw

Wer bereits eine Straße (Straight) aus vier Karten hat, die am oberen oder unteren Ende vervollständigt werden kann (z.B. 3-4-5-6), der hat einen „Open-Ended Straight Draw“ – einen zu beiden Enden offenen Straßenansatz.

Open Raise

Als erster Spieler preflop mit einem Raise in den Pot einsteigen, nachdem alle Spieler zuvor gepasst haben.

Option

Der Big Blind hat die Option, als letzter Spieler vor dem Flop zu erhöhen, auch wenn bis dahin noch niemand erhöht hat.

Out-of-position

Ohne Position spielen, also in jeder Setzrunde ab dem Flop als Erster am Zug sein.

Overcard

Beim Texas Hold’em ist damit eine Startkarte gemeint, die höher ist als die höchste Gemeinschaftskarte. Hat man beispielsweise A-Q auf der Hand und der Flop bringt J-7-3, dann hat man zwar kein Paar getroffen, doch dafür zwei Overcards.

Overlay

Eine Turniersituation, in der der Gesamtbetrag der Buy-ins geringer ist als der garantierte Preispool.

Overpair

„Höherwertiges Paar“. Beim Texas Hold’em ist damit ein Paar als Startkarten gemeint, das höher ist als die Karten im Flop. Wenn man beispielsweise Q-Q auf der Hand hat und der Flop J-8-3 bringt, dann hat man ein Overpair.

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P

PFR

Begriff, der häufig in Trackerprogrammen benutzt wird. Abkürzung für „Preflop-Raise“.

Pocketcards

Auch Holecards genannt. Dies sind die zwei Karten, die jeder Spieler zu Beginn eines Texas-Hold’em-Spiels erhält und die für die anderen Gegner verdeckt sind.

Pocket Pair

(auch „Pocketpaar“). Ein Paar als Startkarten, z.B. „Pocket Kings“ (K-K) oder „Pocket Sevens“ (7-7).

Pokertracker

Eine Software, die die gespielten Hände trackt (mitschreibt). Ein Pokertracker dient dazu, das Spiel zu analysieren und liefert umfangreiche Informationen über die eigene Spielweise sowie die Spielweise der Gegner.

Position

Sitzplatz, den man relativ zum Dealer hat. Je näher man rechts vom Dealer sitzt, desto besser, da man später agieren kann. Dies ist ein elementarer Vorteil, da man dadurch das Setzverhalten seiner Gegner beurteilen kann.

Post-Flop

Das Spiel auf dem Flop und in den darauffolgenden Setzrunden.

Pot-Limit

Setzstruktur, bei der man maximal so viel setzen darf, wie sich zum jeweiligen Zeitpunkt im Pot befindet. Verschiedene Spielvarianten können als Pot-Limit gespielt werden. Die populärste ist Pot-Limit Omaha. Aber auch Hold’em und Draw-Poker werden gelegentlich als Pot-Limit gespielt.

Pot Odds

Verhältnis zwischen dem Einsatz, den man noch bringen muss, um weiter in die Hand involviert zu sein, und der aktuellen Potgröße. Je größer die Potodds sind, desto besser.

Pre-Flop

Die Phase vor dem Flop, wenn man nur zwei Karten (Holecards bzw. Pocketcards) auf der Hand hat und noch keine Communitycards gegeben wurden.

„Pump&Steal“

Bezeichnet ein spezielles Manöver im Big-Bet-Poker (Pot Limit oder No Limit), bei der eine bestimmte Spielschwäche des Gegners ausgenutzt wird. Gegen Spieler, die eine Tendenz zeigen, hohe Raises Preflop zu bezahlen und am Flop nur weiterspielen, wenn sie gut getroffen haben, maximiert man den Gewinn durch übergroße Raises Preflop mit einer großen Anzahl von Händen (aufpumpen des Pottes) und einer Cbet auf jedem Flop, unabhängig der eigenen Handstärke (Steal).

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R

Rainbow

„Regenbogen“. (1) Hold’em: Ein Flop oder Turn wird „rainbow“ genannt, wenn alle drei bzw. vier Karten unterschiedliche Farben haben. (2) Omaha: Eine Starthand, bei der alle vier Karten von unterschiedlicher Farbe sind.

Raise

„Erhöhen“. Die Erhöhung eines von einem anderen Spieler getätigten Einsatzes.

Rake

Betrag, der für den Veranstalter eines Pokerspiels aus dem Pot genommen wird (deutsch etwa „Spielgebühr“ oder bei Kasinos „Hausgeld“).

Rail

(dt. „Geländer“) 1. Eine Barriere, die die Spiele im Kasino von den Zuschauern und denjenigen trennt, die auf einen Sitzplatz warten; so genannt, weil die Barriere oft ein echtes Holzgeländer ist. In Kasinos ist die Rail manchmal ein Samttau. 2. Eine imaginäre oder figurative Zone für den gleichen Zweck, d.h. die Abtrennung des Bereichs, in dem die Pokerspiele stattfinden, von dem Bereich, in dem sich die nicht spielenden Zuschauer aufhalten. 3. Teil der Phrase „go to the rail“ oder „head for the rail“ (dt. „an die Rail geschickt werden“), die besagt, dass jemand aus dem Turnier ausgeschieden ist. 4. Im übertragenen Sinne diejenigen, die am Spielfeldrand stehen – meist Beobachter des Turniers. „Matusow genoss jeden Augenblick am Finaltisch, er plauderte laut und interagierte viel mit der Rail.“

Range

Alle Hände, die ein Gegner zu einem bestimmten Zeitpunkt möglicherweise haben kann. Erhöht beispielsweise ein Spieler in früher Position und wir wissen, dass er dies nur mit A 10 und besser macht, besteht seine Range aus genau diesen Händen.

Re-Entry

Name für eine Turnierstruktur, die es einem aus einem Turnier ausgeschiedenen Spieler erlaubt, das Buy-in erneut zu bezahlen und als neuer Spieler wieder in dasselbe Turnier einzusteigen. Der erneute Eintritt in ein Turnier wird auch als „firing another bullet“ bezeichnet (dt. in etwa „Abfeuern einer weiteren Kugel“).

Reversed Domination

Dominiert ist man, wenn ein Gegner beim Hold’em eine Karte desselben Ranges und einen höheren Kicker hält. Trifft nun der dominierte Spieler ein Paar mit der Karte, die der Gegner nicht hält, spricht man von Reversed Domination, also „umgekehrter Dominierung“. Beispiel: Wir halten und der Gegner und das Board bringt.

Reversed Implied Odds

Implied Odds sind Potodds, bei deren Berechnung man die Gewinne, die man wahrscheinlich in späteren Setzrunden der Hand macht, zum Pot dazuzählt. Bei Reversed Implied Odds geht man davon aus, dass man bei den späteren Wettrunden im Durchschnitt Geld verlieren wird und zieht diesen Verlust bei der Berechnung der Odds vom Pot ab.

River

Die fünfte und letzte der Community Cards.

Royal Flush

Der bestmögliche Straight Flush – also As, König, Dame, Bube und 10 in derselben Farbe. Dieses Blatt ist unschlagbar.

Runner-Runner

Ein Blatt, das an Turn und River passende Karten benötigt. Hat man beispielsweise drei am Flop und an Turn und River kommt jeweils , hat man einen Runner-Runner-Flush.

Runner-up

Der Zweitplatzierte bei einem Turnier.

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S

Sandwich

Steht man vor der Entscheidung einen Raise zu callen wenn Spieler hinter einem noch reraisen könnten, befindet man sich in einem Sandwich.

Satellite

Ein Turnier mit einem verhältnismäßig kleinen Buy-in, bei dem man die Teilnahme an einem großen Turnier gewinnen kann.

Seat

Sitz, der einem Spieler zugewiesen wird

Second Barrel

Wenn man nach einem Bluff auf dem Flop den Turn nochmal bettet; entsprechend ist Third Barrel dann ein dritter Bet auf dem River.

Semibluff

Bei einem Semibluff handelt es sich um einen Bet oder Raise mit einer Hand, die vermutlich geschlagen ist, die aber dennoch Chancen hat, sich bis zum River zu verbessern (bspw. ein Flushdraw). Ziel ist es, alle Gegner zum Folden zu bringen. Gelingt dies nicht, hat man aber trotzdem noch die Chance zu gewinnen, indem man seine Hand verbessert.

Set

Ein Drilling, gebildet aus einem Pocket-Paar und einer Gemeinschaftskarte

Shark

Sehr starker Spieler, der im Durchschnitt Geld gewinnt. Das Gegenteil von Fisch

Shorthanded

Spiel mit drei bis sechs Spielern

Short Stack

„Kleiner Stapel“. Der Spieler am Tisch, der den kleinsten Chipstapel hat. Teilweise werden auch alle Spieler mit weniger als 30 Big Blinds am Tisch als Shortstack bezeichnet.

Shove

englisch für „schieben“. All-in gehen.

Showdown

Aufdecken der Karten am Ende einer Spielrunde. Alle Spieler, die zu diesem Zeitpunkt noch im Spiel sind, drehen ihre Karten um (angefangen beim Spieler links vom Dealerbutton), um den Sieger zu ermitteln. Wenn jemand in der letzten Setzrunde allerdings einen Einsatz bzw. eine Erhöhung bringt, mit der kein anderer Gegner am Tisch mitgeht, kommt es nicht zum Showdown.

Single-suited

Starthand beim Omaha, in der zwei Karten von einer Farbe sind und die beiden anderen Karten jeweils andere Farben haben (Beispiel: )

Slow Play

Ein Spieler spielt in den ersten Setzrunden sehr verhalten, obwohl er ein sehr starkes Blatt hat, um dadurch möglichst viele Spieler im Pot zu behalten.

Snapcall

sofortiger Call eines All-ins. In der Regel mit einer sehr starken Hand. (s.auch ?Instacall)

SnG

Abkürzung für „Sit and Go“. Diese Turnierform besteht meistens aus einem Tisch. Das Turnier beginnt, sobald alle Plätze besetzt sind.

Snowman

Anderer Ausdruck für Pocketachten, also

Spekulative Hand

Eine Hand, die momentan schwach ist, sich aber zu einer sehr guten Hand entwickeln kann. Beispiele: vor dem Flop oder auf einem -Board.

spew

Sehr viel Geld mit einer Hand setzen die dafür eigentlich zu schwach ist.

Splitpot

„Geteilter Pot“. Ein Pot, der zwischen zwei oder mehr Spielern geteilt wird, die beim Showdown alle ein gleichwertiges Blatt haben.

Squeezeplay

„jemanden unter Druck setzen“. Ein „Squeezeplay“ oder „Squeeze“ ist ein großes Re-Raise in der ersten Einsatzrunde, nachdem ein Spieler zuvor erhöht und mindestens ein weiterer nach ihm die Erhöhung gecallt hat. Während der erste Spieler im Idealfall die Hand aufgibt, da er nun zwischen zwei oder mehr Gegnern gefangen ist und nicht weiß, was die Spieler nach ihm tun werden, haben der zweite Spieler und alle nach ihm folgenden häufig keine so starke Hand, dass sie mit ihr ein Raise und anschließend noch ein Re-Raise callen können.

Stack

Anzahl an Chips oder Geld, die einem Spieler an einem Tisch zur Verfügung stehen

Stake

Einsatz

Steamen

Auf Tilt sein. Sich über verlorene Hände ärgern und aus emotionalen Gründen schlecht spielen

Straight

Eine Straße, also fünf Karten in Folge, z. B. 56789

Straight Draw

Eine Kartenkombination, bei der noch eine Karte zur Straight fehlt; siehe auch „Open-ended Straight Draw“ oder „Gutshot“.

Straight Flush

Eine Straight in einer Farbe, z.B. 45678

Street

Wettrunde

String Bet

„Einsatz in mehreren Abschnitten“. Ein Einsatz (meist eine Erhöhung), bei der ein Spieler die Chips für seine vorher deklarierte Erhöhung in zwei oder mehr Abschnitten in den Pot legt. Hat er vorher nicht angesagt, was er zu tun gedenkt (ob er mitgeht oder erhöht), kann diese Erhöhung vom Dealer annulliert werden und nur ein Mitgehen erlauben. Dieses Verbot von „String Bets“ beugt der Unsitte mancher Spieler vor, erst einmal mal nur genügend Chips für einen Call in die Mitte zu schieben, dabei den erzielten Effekt zu beobachten und dann womöglich durch das Nachschieben von Chips zu erhöhen.

Stud

Unter dem Begriff Stud-Poker versteht man alle Pokervarianten, bei denen ein Spieler einige offene und verdeckte Karten erhält. Seven Card Stud ist heutzutage die einzige populäre Stud-Variante.

Sucken

Auch bekannt als „aussucken“: Englischer Begriff für „aussaugen“. Dieser Begriff wird verwendet, wenn ein klarer Favorit am Ende doch verliert.

Suck-out

Eine gute Hand wird durch viel Glück eines Gegners geschlagen; siehe auch „Bad Beat“.

Suit

Farbe (Pik, Kreuz, Herz oder Karo)

Suited

Karten gleicher Farbe. Der Ausdruck wird häufig benutzt, wenn die Startkarten beim Texas Hold’em von derselben Farbe sind. Ein Beispiel: „Ich hatte J-3 suited – ich musste einfach callen.“

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T

Tablestake

Prinzip, nach dem jeder Spieler nur den Einsatz bringen kann, den er auch auf dem Tisch liegen hat. Man darf also nicht in einer Runde neue Chips einkaufen und verwenden.

Tank

ein Spieler geht in den sogenannten „Tank“, wenn er lange und ausgiebig über eine Entscheidung nachdenkt.

Tell

„Hinweis“. Eine unbewusste Bewegung, Gebärde oder Verhaltensweise, durch die ein Spieler in bestimmten Situationen ungewollt die Stärke seines Blattes preisgibt oder seine nächste Aktion verrät.

Third Barrel

Ein Bluff auf dem River, dem schon Bluffs auf Flop und Turn vorangegangen sind.

Three-Bet (3-Bet)

Die Erhöhung einer Erhöhung, und damit der dritte Einsatz. Eine Three-Bet (auch 3-Bet) ist also das erste Re-Raise (das zweite Raise). „Ich habe eröffnet, Mike hat geraist und Willie hat eine 3-Bet gebracht.“ Der Begriff gilt für Limit- und No-Limit-Spiele und impliziert oft eine Interaktion zwischen nur zwei Spielern. Eine weitere Erhöhung wäre eine Four-Bet usw.

Tight

Nur wenige Hände spielen und alle schwachen und marginalen Hände folden.

Tilt

Eine Phase, in der man schlecht, unkonzentriert und emotional spielt. Dies passiert meist, wenn ein Spieler hintereinander mehrere Hände sehr unglücklich verliert.

Trips

Ein Drilling; drei Karten desselben Ranges, z.B. 444

Turn

(1) Die vierte Community Card beim Texas Hold’em und Omaha (2) Die vorletzte Setzrunde, die auch als „Fourth Street“ bezeichnet wird.

Trash (Trashhand)

„Müllhand“. Eine Hand, die keinen Wert hat und auch kaum eine Chance hat, sich zu verbessern.

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U

Underpair

Ein Pocketpair, das niedriger ist als die niedrigste Karte der Community Cards.

Under-the-gun

Auch abgekürzt „UTG“. Position, die nach dem Big Blind kommt. Schlechte Position, um zu spielen, da man immer sehr früh agieren muss

Upswing

Eine Glückssträhne. In dieser Phase spielt man deutlich über dem Erwartungswert. Man hat einfach Glück.

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V

Value

„Wert“. Der Ausdruck „Bet for Value“ bezeichnet einen Einsatz in einer bestimmten Situation, mit dem nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf lange Sicht häufiger gewonnen als verloren wird – in der Hoffnung, dass die Gegner callen (im Gegensatz zu einem Bluff).

Varianz

Ein Maß für die Streuung einer statistischen Verteilung um ihren Mittelwert oder ihr Zentrum. In Bezug auf Poker: die Verteilung der eigenen Ergebnisse über eine Reihe von Händen oder Sitzungen oder die Schwankungen in eine positive bzw. negative Richtung des Geldflusses. Je größer die Varianz ist, desto wilder sind die Schwankungen; je geringer die Varianz, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Ergebnisse einer bestimmten Sitzung nahe am Durchschnittsergebnis liegen.

Verteidigen der Blinds

Ein Raise callen, wenn man einen der Blinds gesetzt hat. Man gibt seine Blinds in einem solchen Fall nicht kampflos auf, sondern „verteidigt“ sie.

VPIP (auch VP$IP)

Terminus häufig benutzt in Trackerprogrammen. Abkürzung für „Voluntarily put money in the pot“. Gibt an, in wieviel Prozent der Hände ein Spieler „freiwillig“ Geld setzt. Freiwillig ist jeder Einsatz außer Blinds und Antes. Ein hoher VPIP deutet auf einen loosen Spielstil hin.

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W

Walk

Alle Spieler passen vor dem Flop zum Big Blind, der so „durchmarschiert“ und den SB erhält, ohne überhaupt zu agieren.

Wheel

Die niedrigste Straße vom As bis zur Fünf. Als Wheel/Rad bezeichnet, weil das As normalerweise die höchste Karte ist. In dieser speziellen Situation wird es aber als niedrigste Karte benutzt.

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