Thursday, 14th May 2026 06:32
Home / News / Ein Traum wird wahr: Roman Stoica gewinnt das Main Event der EPT Monte-Carlo und €825.000

Schon im vergangenen Jahr hatte Roman Stoica deutlich gemacht, dass er bei den Turnieren der PokerStars European Poker Tour eine ernst zu nehmende Größe ist.

Neben seinem Gewinn von über €300.000 bei einem Mystery Bounty-Event bei der EPT Barcelona 2025 erreichte Stoica bei den prestigeträchtigen Main Events der EPT Malta und der EPT Prag in Folge gute Platzierungen: Mit Platz 16 bzw. 27 scheiterte er beide Male nur knapp vor dem Finaltisch.

Beim €5.300 Main Event der EPT Monte Carlo 2026 hat Stoica diese Leistungen jedoch bei Weitem übertroffen. Denn dieses Mal schaffte es der 31-jährige Russe nicht nur an den Final Table – er benötigte nur vier Stunden, um sich dort gegen hochklassige Gegner durchzusetzen und als Monte Carlo-Champion in die EPT-Geschichte einzuschreiben. Stoica holte sich die begehrte Trophäe und 825.000 Euro – der bisher größte Erfolg seiner Pokerkarriere.

Der Sieger im Interview

Dabei ging es Stoica aber um mehr als nur um Geld.

„Ich bin ziemlich müde, aber sehr glücklich, EPT-Champion geworden zu sein“, meinte er im Interview nach seinem Sieg. „Schließlich ist das der Traum jedes Pokerspielers.“

Der Sieg war Stoicas dritte äußerst erfolgreiche Teilnahme bei vier EPT-Events. Diese Beständigkeit führt er darauf zurück, dass er viele Stunden in das Spiel investiert. „Es gibt eigentlich kein Geheimnis. Man muss nur so viel wie möglich spielen und üben. Das bringt einen an den Finaltisch und hilft einem, das Turnier zu gewinnen.“

Im Heads-up besiegte Stoica das Highstakes-Phänomen Bernhard Binder in nur wenigen Händen. Binder konnte immerhin noch €515.000 einstreichen – den zweithöchsten Anteil am Gesamtpreispool von €4.903.350 – und damit seine aktuelle Erfolgsserie fortsetzen. (Der Österreicher hatte bis dahin in diesem Jahr schon zwei Super High Roller-Turniere gewonnen und weit über 2 Millionen Dollar verdient.)

Am Final Table

Am Finaltisch saßen neben Binder unter anderem der Berliner Pokerprofi Samuel Ju, der schon vor dem Finale über 4 Millionen Dollar an Live-Cashes vorweisen konnte, der Online-Qualifikant Jose Malpelli – der aus einem €250 Satellite ein EPT Main Event-Ticket machte und schließlich für Platz fünf €218.300 erhielt – sowie PokerStars-Legende Raul Mestre, für den sein dritter EPT-Finaltisch auf Platz sieben vorzeitig endete.

€5.300 EPT Monte Carlo Main Event – Ergebnisse am Finaltisch

Platz 1 – Roman Stoica – Russische Föderation – €825.000
Platz 2 – Bernhard Binder – Österreich – €515.000
Platz 3 – David Djian – Frankreich – €368.750
Platz 4 – Samuel Ju – Deutschland – €283.550
Platz 5 – José Malpelli – Frankreich – €218.300
Platz 6 – Longmao Fan – China – €167.850
Platz 7 – Raul Mestre – Spanien – €129.050
Platz 8 – Oshri Lahmani – Israel – €99.450

EPT Monte Carlo Main Event 2026 – Finaltisch

Stoica sichert sich blitzschnell den Sieg

Stoica startete auf einem Mittelplatz in den letzten Tag. Zu Beginn hielt er sich größtenteils zurück, während die anderen Spieler um die Plätze kämpften.

Nachdem Oshri Lahmani und Mestre schnell vom Finaltisch ausgeschieden waren, verdoppelte Stoica in einem entscheidenden Flip gegen Longmao Fan seinen Stack. Damit rückte er auf Platz drei der Chipwertung vor, während Fan als Shortstack einige Hände später ausscheiden musste.

Kurz darauf gewann Stoica einen weiteren Flip. Er schaltete Malpelli auf Platz fünf mit Ass-Dame aus, nachdem er gegen Malpellis Paar Neuner auf dem River ein Ass traf. Von diesem Moment an war Stoica nicht mehr zu bremsen und übernahm kurz darauf zum ersten Mal die Chipführung. Danach begann er, seine Gegner bei jeder Gelegenheit unter Druck zu setzen.

Das Spiel zu dritt

Obwohl Binder den Berliner Pokerpro Samuel Ju als letzten Deutschen auf Platz vier aus dem Turnier werfen konnte, gewann Stoica weiterhin Pots und baute seinen Vorsprung gegenüber seinen beiden verbleibenden Gegnern aus. Und nachdem Stoica David Djian auf Platz drei mit einem Flush gegen zwei Paare eliminiert hatte, ging er mit einem Chiplead von drei zu eins ins Heads-up gegen Binder.

Samuel Ju holte Platz vier

Das Heads-up

Es dauerte nur wenige Hände, bis Stoica den Titel holte. Mit einem gefloppten Drilling setzte er auf allen drei Straßen gegen Binder und zwang den Österreicher auf dem River zum All-in. Binder, der zwei Paare hatte, blieb letztlich nichts anderes übrig als zu callen – und damit stand der Russe als Sieger fest.

Vier Stunden, nachdem er sich zum Finaltag an den Tisch gesetzt hatte, erfüllte sich Stoica seinen Traum vom Gewinn eines EPT Main Events. Die Feierlichkeiten mussten jedoch noch etwas warten, da Stoica erklärte, sechs Tage Turnierpoker hätten ihren Tribut gefordert. „Ich will einfach nur ins Bett gehen und mich ausruhen“, gab er zu.
„Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich feiern.“

Bernhard Binder und Roman Stoica

Weitere Infos

EPT Monte Carlo 2026 – Berichterstattung

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