Nur wenige Pokerspieler haben das Jahr 2026 so erfolgreich begonnen wie Ottomar Ladva aus Estland. Nachdem er bereits Anfang des Monats in Zypern einen siebenstelligen Titelgewinn erzielt hatte, festigte Ladva seinen Ruf mit einem weiteren Erfolg beim €100.000 EPT Super High Roller hier in Paris und sicherte sich 970.920 Euro.
Damit hat er in etwas weniger als drei Wochen zwei fast gleich hohe Preisgelder in Höhe von jeweils 1,15 Millionen Dollar gewonnen. Und diese beiden größten Gewinne seiner Karriere bringen ihn nahe an die Spitze der estnischen Poker-Geldrangliste.
Das Super High Roller ist das Turnier mit dem höchsten Buy-in des Festivals in Paris und lockte dementsprechend die stärksten Spieler an. Am zweiten Tag, als nur noch 15 der 24 Teilnehmer übrig waren, schied der Vorjahressieger der Live League, Enrico Camosci, als Erster aus, gefolgt von einer Reihe von Superstars.
Superstars ohne Chance gegen Ladva
Das amerikanische Duo Brandon Wilson und Bryn Kenney gehörte zu den ersten, die sich verabschieden mussten, gefolgt von den beiden ehemaligen EPT-Champions Thomas Eychenne und Artur Martirosian. Der formstarke Dan Dvoress schied vor dem spanischen Superstar Adrian Mateos aus, gefolgt von Aleks Ponakovs, Alex Kulev, Orpen Kisacikoglu und Kayhan Mokri.
Adrian Mateos – Nummer eins der spanischen Poker-Geldrangliste
Statistikfans aufgepasst: Kenney, Martirosian, Mateos, Ponakovs, Kulev, Kisacikoglu und Mokri führen alle die Poker-Geldranglisten ihrer Länder an. Das sind die Vereinigten Staaten, Russland, Spanien, Lettland, Bulgarien, die Türkei und Norwegen.
Mit Mokris Ausscheiden erreichte das Turnier die Preisgelder. Außer Ladva saßen inzwischen nur noch Jean-Noel Thorel (Frankreichs Nr. 1), Punnat Punsri (Thailands Nr. 1) und der stets gefährlichen Niederländer Teun Mulder am Tisch.
Vier im Geld
Doch Thorel schied als Vierter aus (und erhielt €217.000). Dann folgte Mulder auf Platz drei (€406.400). Zu diesem Zeitpunkt hatte Ladva einen großen Chip-Vorsprung vor Punsri, den er souverän in den Turniersieg umwandelte. Der Este sicherte sich damit einen Gewinn von fast einer Million Euro, während Punsri €609.600 für den zweiten Platz bekam.
Thailands Nr. 1 Punnat Punsri wurde Zweiter
Ladva erzielte sein bestes Ergebnis bei einem PokerStars-Event bei der EPT 2024 in Barcelona, als er ein €25.000 Buy-in-Event gewann und damit €439.400 verdiente. Diesmal schnitt er jedoch noch besser ab – und wenn sein Pokerjahr so weitergeht, dürfte der Spitzenplatz des estländischen Geldrangliste nur noch eine Formsache sein.
Aber lasst uns noch einmal auf die Qualität dieses Teilnehmerfeldes zurückkommen. Von den 15 Spielern, die am zweiten Tag dabei waren, führen NEUN die Poker-Geldranglisten ihrer Länder an, und zwei weitere (Dvoress und Ladva) liegen auf dem zweiten Platz.
Das ist das Level, mit der man sich bei den Super High Roller-Events auseinandersetzen muss. Und das ist das Level, auf dem unser neuer Champion Ladva nachweislich Poker spielen kann.
€100.000 EPT Super High Roller – Ergebnisse
Termine: 22. bis 23. Februar 2026
Teilnehmer: 24 (inkl. 7 Re-Entries)
Preispool: €2.257.920
Platz 1 – Ottomar Ladva – Estland – €970.920
Platz 2 – Punnat Punsri – Thailand – €609.600
Platz 3 – Teun Mulder – Niederlande – €406.400
Platz 4 – Jean-Noel Thorel – Frankreich – €271.000
Mehr zur EPT Paris
Alle Ergebnisse der EPT Paris (in englischer Sprache)
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