Wednesday, 28th October 2026 22:14
Home / News / “Das Haus” beim Poker – was bedeutet das?

Wir alle kennen den Satz: „Das Haus gewinnt immer.“ Aber was genau ist „das Haus“ beim Poker?

Hat es überhaupt etwas mit dem Poker zu tun, dass du online oder in Casinos spielen kannst?

Sehen wir uns das einmal näher an.

Was ist „das Haus“ beim Poker?

Der Begriff „Haus“ bezieht sich auf die Einrichtung, in der ein Casinospiel gespielt wird. In der Regel handelt es sich dabei um ein lokales Casino, einen Cardroom oder eine Online-Pokerseite.

Wenn man vom „Haus“ spricht, bezieht man sich in der Regel darauf, gegen wen man spielt.

Dabei sollte man unbedingt zwischen zwei verschiedenen Arten von Poker unterscheiden:

Zum einen gibt es das sogenannte „Three-Card Poker“ – ein Casinospiel, bei dem der Spieler mit seinem Blatt alleine gegen das Blatt des Dealers antritt.

Zum anderen gibt es Pokerturniere und Cashgames – also Pokerspiele, die nur zwischen den Spielern gespielt werden.

Three-Card Poker ist ähnlich wie Blackjack. Der Spieler bringt seinen Einsatz und hofft, dass seine Karten am Ende der Runde besser sind als die Karten des Dealers. Ist das der Fall, zahlt das Casino (in diesem Falle also „das Haus“) den Spieler aus. Wenn nicht, nimmt das Casino den Einsatz des Spielers. Dieses Spiel ist so konzipiert, dass es dem Haus einen Vorteil verschafft – mit anderen Worten: Das Haus wird langfristig gewinnen.

Bei Pokerturnieren und Cashgames spielen die Spieler gegen andere Spieler und nicht gegen das Haus. Daher können auch nur die Spieler gewinnen, nicht das Haus.

Was bedeutet also „gegen das Haus spielen“?

Was bedeutet „gegen das Haus spielen“?

Du spielst nur dann „gegen das Haus“ (gegen das Casino), wenn du ein Spiel spielst, bei dem das Casino dich auszahlt, wenn du gewinnst – und nicht ein anderer Spieler. Umgekehrt gilt: Wenn du verlierst, geht dein Geld direkt an das Casino.

Zu den Spielen, bei denen du direkt gegen das Haus spielst, gehören Casino Hold’em, Roulette, Blackjack, Craps, Spielautomaten und Baccarat. Bei all diesen Spielen ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Haus gewinnt.

Bei einem normalen Pokerspiel spielst du nicht gegen das Haus: Du spielst gegen die anderen Spieler am Tisch und kämpfst mithilfe deiner Fähigkeiten und Strategien gegen sie.

Wenn du ein Turnier oder ein Cashgame in einem Casino spielst, hast du zwar einen professionellen Dealer, der die Karten mischt und austeilt, während er das Spielgeschehen überwacht. Aber du spielst nie gegen den Dealer.

Eine Dealerin bei der EPT

Dealer sind nur dazu da, die Integrität des Spiels zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass alles reibungslos abläuft.

Allerdings sollte man eines nicht vergessen: Auch wenn du beim Poker nicht gegen das Haus spielst, verdient das Casino trotzdem Geld mit dem Spiel.

Und das funktioniert über den sogenannten „Rake„.

Nimmt das Haus für Poker einen Rake?

Ja, das Haus nimmt beim Poker fast immer einen Rake.

Ein Rake ist eine Spielgebühr (auch „Hausgeld“ genannt), die ein Casino oder ein Cardroom für die Durchführung eines Spiels erhebt.

Bei einem Turnier ist der Rake eine Gebühr, die zum Buy-in eines Turniers hinzukommt. Ein Beispiel: Bei einem Main Event der European Poker Tour (EPT) beträgt der Buy-in €5.300. Von dieser Summe gehen €4.800 direkt in den Preispool, während €300 als Hausgebühr und €200 für die Personalkosten berechnet werden. Die Spieler zahlen also €500 Rake.

Bei einem Cashgame ist der Rake normalerweise ein Prozentsatz des Pots. So beträgt der Rake bei EPT No Limit Hold’em Cashgames 4%. Wenn ein Spieler also einen Pott von €100 gewinnt, behält das Haus €4 davon ein und zahlt dem Spieler die restlichen €96 aus.

Bei Spielen mit höherem Buy-in gibt es jedoch eine Obergrenze von €100 für jeden Pott. So wird sichergestellt, dass das Haus nicht mehr als €100 aus einem Pott einnimmt, egal wie groß er ist.

Sind „das Haus“ und „Full House“ das Gleiche?

Pokerspielerinnen und Pokerspieler bezeichnen ein Full House oft einfach als „House“ (also Haus) – doch dabei haben die beiden Begriffe nichts miteinander zu tun.

Wie bereits erklärt, bezieht sich „das Haus“ auf die Einrichtung, in der ein Casinospiel gespielt wird.

Ein „Full House“ hingegen ist ein Pokerblatt mit fünf Karten, das aus einem Drilling und einem Zwilling besteht, wie etwa K♣ K♥ K♠ 10♣ 10♠. In diesem Fall spricht man von einem Full House – Könige und Zehner.

„Kings over Tens“

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Zum Weiterlesen: Die Position beim Poker

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