Wednesday, 17th April 2024 08:19
Home / Mateusz Moolhuizen bleibt hungrig und gewinnt das €1.100 FPS Main Event

Das €1.100 PokerStars France Poker Series Main Event war ein viertägiger Grind im Le Palais des Congrès, bei dem die Spieler:innen versuchten, das größte FPS-Feld aller Zeiten zu überleben und sich eine der begehrtesten Trophäen der PokerStars European Poker Tour (EPT) Paris 2024 zu sichern.

Aber neben Konzentration und Entschlossenheit kann ein bisschen Glück natürlich auch nicht schaden. Nach sechs Starttagen versammelte sich das riesige Feld schließlich am Tag 2 – an dem sich die Titelanwärter bereits von der Meute absetzen sollten. Von den 619 Spielern, die aus dem Startfeld von 4.149 Teilnehmern zum zweiten Turniertag zurückkehrten, begann Mateusz Moolhuizen den Tag als einer der Shortstacks. Fast 60 Stunden später feierte der Niederländer mit seiner Verlobten und Pokerprofi-Kollegin Dehlia de Jong den Titel und €470.830 Preisgeld.

Mit sechs Big Blinds zum Turniersieg

„Es ist wie ein Traum, um ehrlich zu sein, denn ich begann Tag 2 mit sechs Big Blinds“, sagte Moolhuizen nach seiner Siegerehrung. „Die Leute kamen zu mir und fragten: ‚Wie läufts bei dir im Main Event?‘ ‚Tja, ich werde zwei oder drei Minuten dort fertig sein, und dann können wir frühstücken gehen.‘ Aber diese Pläne änderten sich schnell, wie sich Moolhuizen erinnert. „Nach zwei Stunden hatte ich 70 oder 80 Big Blinds … und war wirklich hungrig. Also ja, ich hatte einen wahnsinnigen Lauf. Offensichtlich hatte ich sehr viel Glück.“

Aber Glück war nur ein Teil von Moolhuizens Erfolg, denn der 34-Jährige nutzte einen gut getimten Bluff und einen guten Lauf mit den Karten, um diesen Titel seinem beeindruckenden Poker-Lebenslauf hinzuzufügen. Moolhuizens Liste seiner Karrieresiege umfasst auch Siege über andere große Turnierfelder – aber dies ist sein erster Sieg bei einem PokerStars Main Event.

€1.100 FPS Main Event – Ergebnisse am Finaltisch

Platz Spieler Land Preis
1 Mateusz Moolhuizen Niederlande €470.830
2 Blaz Zerjav Slowenien €294.530
3 Yassine Baqal Frankreich €210.220
4 Enis Rouissi Frankreich €161.710
5 Kacper Pyzara Polen €124.390
6 Scott Margereson Vereinigtes Königreich €95.680

Die Reaktion des Gewinners

Das Rekord-Teilnehmerfeld bei diesem FPS Main Event sorgte für einen Preispool von satten €3.983.040 – und die letzten sechs Spieler traten an Tag 4 an, bereit für den Kampf um den Titel. Moolhuizen lag zu Beginn an dritter Stelle in Chips, konnte sich aber zum Sieg durchschlagen. Zugegebenermaßen war er nach einer langen Session in der Nacht zuvor müde und hatte vor dem Finaltag nicht viel Ruhe bekommen.

„Ich konnte nicht schlafen“, sagte Moolhuizen. „Ich habe etwa vier Stunden geschlafen. Aber das Adrenalin treibt einen ja an, oder?“ Es gelang ihm nicht nur, wach zu bleiben – der frisch gebackene Champion musste sogar meditieren, um sein Adrenalin unter Kontrolle zu bekommen. „Ich will ganz ehrlich sein: Ich mache das nicht oft genug. Aber es hilft dabei, ruhig zu bleiben.“

Mateusz Moolhuizen

Während seine Verlobte ihn von der Rail aus anfeuerte, sorgte Moolhuizen dafür, dass das Paar eine ganz besondere Verbundenheit zur Gastgeberstadt Paris entwickelte. Und ein weiterer Grund zur Verbundenheit mit Paris wird in wenigen Monaten folgen: „Immerhin ist es die Stadt der Liebe, und eine Heirat in Frankreich ist etwas ganz Besonderes“, erklärte er. „Es wird fantastisch. Das wird eine tolle Sache, ganz sicher.“

Die Action am Finaltisch

Der Finaltisch wurde von PokerStars im Livestream übertragen – und die Zuschauer bekamen von Anfang an volle Action zu sehen. Nach weniger als 30 Minuten warf Moolhuizen den ersten Gegner vom Tisch: Scott Margereson war als Shortstack ins Finale gegangen und konnte seine Hand nicht zu Trips verbessern. Das bedeutete am Ende Platz sechs.

Von da an wurde es etwas ruhiger, bis Kacper Pyzara gegen den anfänglichen Chipleader des Tages, Enis Rouissi, Pech hatte und auf dem fünften Platz ausschied. Obwohl Rouissi mit einem souveränen Vorsprung in den Tag gestartet war, musste er als Nächster gehen, als seine Damen auf die Könige von Blaz Zerjav trafen. Damit war auf Platz vier Schluss für den Franzosen.

Yassine Baqal hatte über weite Strecken des Tages einen Shortstack, konnte aber vier aufeinanderfolgende All-ins überstehen. Die letzten beiden gingen auf Kosten von Zerjav, aber der slowenische Profi revanchierte sich schließlich und schickte Baqal auf dem dritten Platz nach Hause.

Das Heads-up

Blaz Zerjav und Mateusz Moolhuizen

Damit blieben Moolhuizen und Zerjav übrig, die um den Titel kämpften – und die beiden hatten sich bereits Stunden zuvor bei einem wichtigen Pot genauer kennengelernt. Moolhuizen konnte dabei seinen Bluff durchbringen, nachdem er fast seinen gesamten Stack riskiert hatte – was ihn zu diesem Zeitpunkt wieder ins Rennen brachte.

Das Heads-up begann mit nahezu ausgeglichenen Stacks, und die beiden Kontrahenten wechselten sich ein paar Mal in der Führung ab, bis Moolhuizen sich letztlich absetzen konnte. Eine entscheidende Karte auf dem Turn verschaffte dem Niederländer einen massiven Chip-Vorteil, und kurz darauf wanderten alle Chips in die Mitte – und Zerjav musste sich mit Platz zwei begnügen.

Nach seinem großen Sieg hier in Paris wird Moolhuizen versuchen, sich etwas auszuruhen, bevor er beim EPT Main Event antritt. „Morgen werde ich auf jeden Fall ziemlich fertig sein“, sagte er, bevor er das Podium am Fernsehtisch verließ. „Ich freue mich nicht darauf, morgen zu spielen – nicht einen Tag nach so einer Schlacht. Das ist eine Position, in der jeder gerne sein möchte, aber ich werde morgen am Tisch wahrscheinlich weniger gesprächig sein.“ Vielleicht kann Moolhuizen wieder mit seinem Spiel für Gesprächsstoff sorgen, wenn er sich auf die Jagd nach einem seltenen Double bei einer EPT macht.

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