Friday, 12th December 2025 10:29
Home / News / Inside PokerStars: Bei den Irish Open werden Poker und Craic sehr ernst genommen

Die Irish Open heben sich von allen anderen europäischen Pokerturnieren ab – schließlich lockt das Event schon seit über 40 Jahren immer zu Ostern Spieler*innen aus der ganzen Welt in die Royal Dublin Society (RDS) im Süden von Dublin. Und was macht dieses Pokerfestival so einzigartig? Laut einem der Organisatoren ein einziges Wort: „Craic“.

In einem Videoanruf, nur ein paar Wochen vor dem Starttermin der Irish Open am 10. April, geht Organisator Paul O’Reilly näher darauf ein.

„Ich habe Kumpels, die [jedes Jahr] kommen. Und jedes Jahr sagen sie: ‚Okay, wir kommen am Freitag. Wir nehmen uns einfach ein Hotel und bleiben Freitag und Samstag.‘

„Sie spielen nicht einmal Poker“, fügt O’Reilly lachend und kopfschüttelnd hinzu. „Sie spielen Shuffleboard. Oder schauen sich Rugby auf der anderen Straßenseite im Pub an. Sie kommen nur wegen der Atmosphäre im Raum.“

Der „Raum“, um den es sich dabei handelt, ist natürlich der wichtigste Ort der Irish Open im RDS.

„Ich liebe es einfach, durch den Saal zu wandern“, fügt O’Reilly hinzu. “Der Lärm von Chips und Mikrofonen und Fernsehern und Bildschirmen und Menschen, die Fußball auf Monitoren schauen und ein Pint trinken und einfach nur Spaß haben.“

Paul O’Reilly (rechts), Mitorganisator der Irish Open, neben Cedric Billot (Mitte)

Aber neben der Festivalatmosphäre wird auch ernsthaft Poker gespielt – schließlich geht es um hohe Preisgelder.

„Beim Main Event gibt es dieses Jahr eine Garantie von 2,5 Millionen Euro“, sagt O’Reilly. “Dazu kommt das €1 Million Mystery Bounty. Und die Mini Irish Open, mit 250 Euro Buy-in und einer garantierten Million Euro Preisgeld.

„Dazu kommen noch 66 weitere Events, teilweise mit neuen High Roller- und Mixed Games. Das sind alles neue Games, die wir schon lange einführen wollten – und jetzt ist es endlich soweit. Zum Beispiel mit der High Roller-Serie, bei der es mehr €5.000- und €10.000-Turniere und mehr Mixed Games gibt.“

Hauptsponsoren

Als Hauptsponsor neben Paddy Power war PokerStars in den letzten Jahren ein unschätzbarer Partner bei der Popularisierung der Irish Open, so O’Reilly. Im Gespräch hebt er die Namen einiger PokerStars-Mitarbeiter hervor, die sich besonders um die Irish Open bemüht haben. Dabei kommt ein Name immer wieder vor: Dave Curtis (Head of Marketing Engagement Communications bei PokerStars).

„Irland ist ein kleines Land“, sagt O’Reilly – und die Pokerszene dort ist sogar noch kleiner, sodass Curtis und er sich schon seit Jahren kennen. Der heutige Abteilungsleiter für Marketing, Kommunikation und Kundenbindung bei PokerStars hatte sich vor einigen Jahren bei O’Reilly gemeldet, um sich nach einem Sponsoring der Veranstaltung durch PokerStars zu erkundigen, was aber aufgrund eines bereits bestehenden Sponsoring-Vertrags damals nicht möglich war. Dennoch blieben die beiden in Kontakt.

„Als wir 2022 den Vertrag mit PokerStars unterzeichneten“, erinnert sich O’Reilly, „war Dave sehr in die Hintergründe des Geschehens involviert. Damals gab es einige Anrufe von Leuten wie Dave, die mit uns in Kontakt blieben, weil wir uns in diesem Sponsoring-Zwischenbereich befanden: ‘Wen werden wir wählen?‘ Denn wir hatten eine Reihe von Bewerbern; eine ganze Reihe von Unternehmen wollen die Irish Open sponsern.“

Dave Curtis (Head of Marketing Engagement Communications bei PokerStars)

„Aber letztlich läuft es darauf hinaus, dass JP (McCann, Mitorganisator) und ich entscheiden, mit wem wir unserer Meinung nach in den nächsten Jahren am besten zusammenarbeiten können“ fährt O’Reilly fort. „Jemand, der mit uns gemeinsam die Dinge umsetzen kann, die wir uns vorgestellt haben, und von wem wir denken, dass er sich an die Art und Weise anpassen kann, wie wir uns die Entwicklung der Irish Open vorstellen.“

Er fügt hinzu: „Es gab also einiges zu bedenken. Aber letztlich war Dave einer der Hauptverantwortlichen für die Irish Open und unsere Entscheidung für PokerStars.“

Ein gemeinsames Ziel

O’Reilly und Curtis sind einander ähnlich – immer irgendwie „an der Arbeit“ und ständig um Ideen bemüht, wie man selbst kleinste Details der Irish Open noch verbessern kann.

„Man kann ihn jederzeit erreichen“, erzählt O’Reilly. „Wenn Sie ihn jemals gesehen haben, dann wissen Sie, dass er zwei oder drei Telefone hat. Verstehen Sie, was ich meine? Er hängt ständig am Telefon – morgens, mittags und abends. Und er ist ein bisschen wie ich. Es kann nachts um 22:00 Uhr sein, man sitzt vorm Fernseher, und plötzlich ist Dave am Apparat: „Ich hab da eine Idee …“

„[Das] gemeinsame Ziel ist das gleiche. Wir alle wollen, dass das Event so erfolgreich wie möglich wird“, bestätigt O’Reilly.

Hinter den Kulissen

Ein weiteres wichtiges Rädchen in der PokerStars-Sponsoringmaschine ist für O’Reilly Cedric Billot, Stellvertretender Direktor für Live-Events bei PokerStars.

„Ich mochte Cedric sofort ziemlich gern“, sagt der Dubliner ohne zu zögern. „Wir hatten also einen guten Start. Und wie sich herausstellte, war Cedric letztlich der Mann, der den Vertrag aushandeln, also sozusagen die Bedingungen dieser Beziehung festlegen sollte.

Würde er unsere Wünsche, unsere Vorstellungen vom Ablauf des Events akzeptieren? Hat er geglaubt, dass wir es schaffen könnten? Cedric meinte jedenfalls, in seinem französischen Akzent, es sei eine wunderbare Veranstaltung“, fügt O’Reilly verschmitzt hinzu.

Cedric Billot (rechts) – Associate Director, Live Events Operations bei PokerStars

Die Rund-um-die-Uhr-Arbeitsmoral findet O’Reilly nicht nur bei Dave Curtis, sondern bei vielen Beteiligten aus dem PokerStars-Team wieder – und Cedric macht da keine Ausnahme.

„Cedric geht immer ans Telefon, wenn ich ihn anrufe, weil ich etwas mit ihm besprechen möchte, oder er ruft mich an, um etwas mit mir oder JP zu bereden. Und er ist immer erreichbar. Ein richtig guter Typ – vor allem, wenn man bedenkt, wie erfolgreich und populär die EPT im Moment ist. Man muss sich nur mal die Zahlen aus Prag im Dezember und aus Campione (Italien) letzte Woche ansehen … einfach wahnsinnig! Also würde ich mal davon ausgehen, dass Cedric in letzter Zeit kaum Freizeit gehabt hat.

„Aber er wird mit Sicherheit in Dublin bei den Irish Open dabei sein. Und wir werden dort mit Sicherheit jeden Tag ein Schwätzchen halten, wahrscheinlich auch ab und zu ein paar Drinks nehmen. Und er wird sich umschauen, die Atmosphäre schnuppern … und er wird es verstehen.“

Auszeichnungen für harte Arbeit

Diese ununterbrochene harte Arbeit wurde kürzlich gewürdigt, als die Irish Open bei den renommierten Global Poker Awards in Las Vegas die Auszeichnung als „Best Stand-Alone Festival“ (Bestes eigenständiges Pokerfestival) erhielten. Mit der ihm eigenen Bescheidenheit spielt O’Reilly seine Rolle dabei herunter.

„JP und ich betrachten diese Auszeichnung nicht als unsere Auszeichnung“, wirft er schnell ein. “Wir sehen den Award nicht als eine Auszeichnung für JP und Paul, sondern als Auszeichnung für die Irish Open. Die Trophäe gehört unserer Meinung nach den Spieler*innen, dem Personal, dem Unternehmen, den Sponsoren – einfach allen, die zu der Veranstaltung beitragen.“

„JP und ich, wir kommen einfach auf verrückte Ideen, besorgen den Veranstaltungsort, bereiten alles vor, holen die richtigen Leute ins Boot … [und] kommen auf noch mehr verrückte Ideen!“

Letztlich akzeptiert er seine Rolle bei der Verleihung des Preises – und dass dies nur dazu beitragen kann, die Irish Open international noch populärer zu machen.

„Wir glauben, dass wir aufgrund dieser Auszeichnung vermutlich noch mehr Teilnehmer*innen aus Nordamerika anlocken können als je zuvor“, sagt er.

Expansion ist ein großes Thema für die Organisatoren der Irish Open. Vor allem, wenn man bedenkt, dass in fünf Jahren das 50-jährige Jubiläum der Irish Open ansteht – was das Festival zum ältesten Pokerevent in Europa macht.

Paul O’Reilly (Co-Organisator der Irish Open)

„Wir haben große Pläne für das Jubiläum und wollen noch mehr Teilnehmer*innen anlocken als je zuvor“, verrät er. “Wir glauben, dass es mit dem Event in die richtige Richtung geht. COVID hat uns natürlich zwei Jahre lang einen Strich durch die Rechnung gemacht. [Aber] wir sind auf dem richtigen Weg, um dorthin zu gelangen, wo wir hinwollen.

„Dinge wie der Award, unsere Sponsoring-Partnerschaft mit PokerStars und Paddy Power und der bisherige Erfolg der Veranstaltung tragen also alle zu dem bei, was JP und ich wirklich erreichen wollen. Aber es geht uns nicht nur um Zahlen.“

Auf die Atmosphäre kommt es an

In der Tat sind die einzigartige Atmosphäre und das Ethos der Irish Open ihre Alleinstellungsmerkmale. Sollte etwas davon verloren gehen, kann dies laut O’Reilly nur auf eine Art enden.

„Es ist sehr wichtig, dass wir die Atmosphäre der Irish Open bewahren. Wir dürfen nicht einfach nur ein Pokerturnier veranstalten – es muss ein Pokerfestival sein. Das ist wirklich wichtig für uns. Und hier kommen Leute wie Dave Curtis ins Spiel, und Cedric versteht, was wir meinen, und Daves gesamtes Team auch.

„Das ist das Geheimnis. Wir müssen es als Pokerfestival beibehalten. Der Tag, an dem es zu ernst wird, ist der Beginn vom Ende der Irish Open.“

Als das Gespräch zu Ende geht, wird O’Reilly kurz zum Interviewer und stellt eine Frage, die eigentlich sehr einfach zu beantworten ist: „Ich nehme an, wir sehen uns dieses Jahr?“

Das würde ich auf keinen Fall verpassen wollen.

MEHR ÜBER DIE IRISH OPEN 2025

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