Friday, 16th January 2026 02:37
Home / News / EPT Prag: Matan Krakow holt den Titel beim €5.300 Main Event

Aktuelle News

Matan Krakow ist der EPT Prag-Champion 2025

Der Israeli Matan Krakow ist der neueste Champion der European Poker Tour (EPT). Er sicherte sich am letzten Tag des €5.300 EPT Prague Main Event den Titel – und brauchte dafür nur knapp dreieinhalb Stunden.

Der 44-jährige ehemalige Journalist aus Tel Aviv war bisher nur in die Nähe echten Pokerruhms gekommen, und zwar als Eli Elezras Co-Autor bei dessen Autobiografie „Pulling the Trigger“. Aber an diesem Sonntag traf Krakow die richtigen Entscheidungen, setzte sich an einem kniffligen Finaltisch durch, an dem viele unbekannte Gesichter saßen, und konnte nach spannendem Kampf die erste Trophäe für seine Poker-Vitrine entgegennehmen.

Krakows Preisgeld für den Sieg gegen 1.224 Teilnehmer:innen beträgt satte €778.255. Er gehörte zu einem Trio von Spielern, die am Finaltisch einen ICM-Deal aushandelten, und warf schließlich sowohl den Rumänen Traian Stanciu als auch den Chipleader vom Vortag, Bora Kurtulus, aus dem Turnier.

Krakow ist erst der zweite Spieler aus Israel, der ein Main Event auf der traditionsreichsten Pokertour Europas gewinnen konnte. Und sein Heads-up-Gegner Kurtulus knapp daran scheiterte, der erste türkische EPT-Champion zu werden.

Matan Krakow – EPT Prag-Champion 2025

Der Finaltag

Nach fünf Turniertagen war das mit 1.224 Teilnehmer:innen sehr gut besetzte Turnierfeld auf die letzten sieben Spieler:innen geschrumpft. Während gelegentlich acht, manchmal auch sechs Spieler den Finaltisch bilden, hatte die Turnierleitung sich entschieden, nach 30 Levels und mit genügend Chips im Spiel einen Final Table mit sieben Teilnehmern auszuspielen.

So gingen die sieben Titelkandidaten in den Tag:

Bora Kurtulus, Türkei, 12.325.000 (82 BBs)
Matan Krakow, Israel, 9.700.000 (65 BBs)
Traian Stanciu, Rumänien, 5.325.000 (36 BBs)
Dimitrios Gkatzas, Griechenland, 3.075.000 (21 BBs)
Paawan Bansal, Indien, 2.625.000 (18 BBs)
Vitezslav Cech, Tschechische Republik, 2.400.000 (16 BBs)
Conor O’Driscoll, Irland, 1.225.000 (8 BBs)

Action von Anfang an

Der – nach eigenen Worten – Pokeramateur Bora Kurtulus ging mit großem Vorsprung in den Tag, aber Matan Krakow schaffte es gleich in der ersten Hand des Finaltischs, den Chiplead zu übernehmen. Dagegen verlor Shortstack Conor O’Driscoll in der zweiten Hand drei seiner verbliebenen acht Big Blinds und damit fast die Hälfte seines Stacks. Doch der Ire konnte in der nächsten Hand seinen Stack wieder verdoppeln, womit der Lokalheld Vitezslav Cech plötzlich das Schlusslicht bildete.

Der Finaltisch des EPT Prag Main Events (von links nach rechts): Matan Krakow, Dimitrios Gkatzas, Paawan Bansal, Vitezslav Cech, Conor O’Driscoll, Bora Kurtulus, Traian Stanciu.

Paawan Bansal gelang dann kurze Zeit später (ebenfalls gegen Kurtulus) die Verdopplung seines nicht allzu großen Chipstacks – und damit hatten alle Shortstacks einen einigermaßen vielversprechenden Start in den Tag. Das sorgte nur dafür, dass die Spannung am Tisch und an der Rail stieg.

Krakow spielte einen weiteren großen Pot gegen Kurtulus und konnte seinen Vorsprung auszubauen. Er callte eine 3-Bet mit 89, traf einen Straight und war damit klar besser als Kurtulus‘ Big Slick. Doch dann gewann der einzige Spieler, der bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht von sich reden gemacht hatte, Traian Stanciu, den größten Pot der gesamten ersten Stunde: ein klassischer Cooler mit Assen gegen Königen, wobei die Chips schon vor dem Flop in die Mitte gewandert waren.

Bansal hatte die Könige … und danach noch weniger als einen Big Blind vor sich.

Basal kämpft sich nach oben

Bansal saß in der nächsten Hand Under-the-gun, traf aber die kluge Entscheidung, seine schlechten Karten zu folden. Das erwies sich als ein cleverer Schachzug, denn er schaffte es, seine letzten Chips in der nächsten Hand zu verdreifachen, ging in die Turnierpause – und konnte danach seinen Stack noch gleich zwei Mal verdoppeln. Außerdem durfte er miterleben, wie sein vorheriger Gegner Staciu eine Kostprobe seiner eigenen Medizin bekam.

Der Start von Level 32 brachte nämlich ein paar bemerkenswerte Hände:

Bei der allerersten Hand bekam Stanciu ein Paar Damen im Cutoff und brachte einen Raise. Dimitrios Gkatzas am Button, warf einen Blick auf sein wunderbares Paar Asse und ging mit seinen letzten 13 Big Blinds All-in.

Kurz nach ihm fand Vitezslav Cech, der nur noch vier Big Blinds hatte – aber dank Bansal nicht der Shortstack war – im Big Blind ein Paar Buben. Aber er stand vor einer schwierigen Entscheidung, trotz einem ordentlichen Pocket-Paar in der Hand und einem Großteil seines Stacks ohnehin in der Mitte, aber mit einem Raise von einem der Chipleader und einem All-in von einem größeren Stack vor sich.

Der tschechische Lokalheld machte sich die Entscheidung nicht leicht. Aber letztlich entschied er sich, auch noch seine letzten Chips in die Mitte zu schieben.

Stanciu callte ebenfalls mit den Damen, und es kam zu einem Dreier-All-in. Aber das Board brachte keine Überraschungen: Die beste Hand vor dem Flop hielt stand, Gkatzas konnte seinen Stack mehr als verdoppeln und Cech war als Siebter ausgeschieden. €159.150 waren aber immerhin der beste Live-Cash, den der gebürtige Prager bisher verzeichnen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt war Bansal natürlich immer noch der Spieler mit dem kleinsten Stack. Aber die nächste verrückte Hand ließ nicht lange auf sich warten. Chipleader Krakow hatte anscheinend angenommen, dass alle am Tisch unglaublich tight spielen würden, bis Bansal ausscheiden würde, und erhöhte Under-the-gun mit 84. Kurtulus fand jedoch AQ im Small Blind und callte, während O’Driscoll KQ auf der Hand hatte und vom Big Blind aus ebenfalls callte.

Der Blockbuster-Flop A5A brachte O’Driscoll dazu, All-in zu gehen – was Kurtulus sofort callte. Krakow foldete, und zwei Karten später war O’Driscolls Turnier beendet.

Der Twitch-Streamer schied als Sechster aus und verdiente €206.900 – auch für ihn das bisher beste Live-Turnierpreisgeld. Bansal, der immer noch am Tisch saß, konnte kaum glauben, was er da sah.

Ein Comeback geht zu Ende

Diese Tatsache feierte Bansal, indem er mit AQ gleich wieder verdoppelte. Kurz darauf fand er Pocket-Fünfen, die gegen Krakows A4 standhielten, und plötzlich hatte er acht Big Blinds und war wieder im Rennen.

Nach dieser unglaublichen Reihe von Händen war Stanciu jetzt der Spieler mit den wenigsten Chips am Tisch. Er hatte die Hand mit Damen gegen Asse teuer bezahlt und lag jetzt sogar noch hinter dem wiedererstarkten Bansal. Doch dann konnte Stanciu gegen Bansal verdoppeln, indem er mit einem Paar Fünfen gegen Bansals K9 gewann.

Staciu beobachtete das All-in inmitten seiner Freunde an der Rail – und machte ein Tänzchen zu rumänischer Volksmusik, als der Dealer ihn im Turnier hielt.

Natürlich war Bansal damit wieder in Bedrängnis. Und obwohl er sich schon zuvor aus schlechteren Positionen erfolgreich zurückgekämpft hatte, war das große Comeback nun endgültig vorbei. Bansal hatte J4, als er vom Big Blind aus All-in gehen musste. Drei andere gaben ihm eine Chance und checkten die Hand bis zum Schluss durch. Beim Showdown zeigte Kurtulus mit Q2 einen Flush – und damit war Bansal offiziell aus dem Turnier ausgeschieden.

Der erste indische Spieler, der jemals einen EPT Main Event-Finaltisch erreicht hatte, schied auf Platz fünf aus und gewann €269.000.

Vier, drei … Deal!

Obwohl Stanciu mit dem Ausscheiden von Bansal sein Ziel erreicht hatte, stand er nun wieder selber unter Druck. Das zeigte sich, als er mit einem Stack von weniger als 10 Blinds seine Pocket-Dreien folden musste und dabei von Kurtulus geblufft wurde.

Dadurch war sein Stack noch mehr geschrumpft, so dass er mit nur 64 aus dem Big Blind All-in gehen musste. Krakows K3 lag die ganze Zeit über vorn, und das bedeutete das Turnierende für den Rumänen. Er bekam €349.650für den vierten Platz.

Die letzten drei beschlossen nun, über einen möglichen Deal zu reden. Kurtulus lag mit 88 Blinds wieder an der Spitze, vor Krakow mit 65 und Gkatzas mit 28 BBs. Die Turnierleitung zeigte ihnen die ICM-genehmigten Zahlen, und nach kurzer Zeit war der Deal perfekt.

Kurtulus sicherte sich €757.400. Krakow bekam €703.600, und Gkatzas €574.600. Damit blieben noch €74.655 und der Turniersieg, um den es zu spielen galt.

Aus drei werden zwei

Die ursprünglich angekündigte Auszahlung für den dritten Platz hatte €454.550 betragen, sodass Gkatzas sich satte €120.000 extra ausgehandelt hatte. Das war eine gute Absicherung für genau das, was dann passierte: sein Ausscheiden als Dritter.

Er verlor einen großen Pot mit 108, bei dem er eine Zehn floppte, aber gegen Krakows AJ chancenlos blieb. Krakow floppte einen Buben – und traf auf dem River sogar noch einen Drilling.

Anschließend ging Gkatzas mit K2 aus dem Small Blind All-in, aber Kurtulus callte mit A8 aus dem Big Blind. Die bessere Hand gewann, und das Weihnachtsmärchen des Griechen war vorbei. Er nahm die €574.600 mit nach Hause, die er zuvor ausgehandelt hatte.

Das Heads-up

Damit saßen sich nur noch die beiden dominierenden Spieler dieses Finales am Tisch gegenüber – mit rund 75.000 Euro und einer EPT-Trophäe zwischen sich.

Krakow lag mit 19.150.000 (77 BBs) knapp vor Kurtulus mit 17.525.000 (70 BBs). Beide Spieler hatten damit noch reichlich Chips – aber sie hatten auch den ganzen Tag über aggressiv gespielt, sodass es keinen Grund gab, ein spannungsloses und langweiliges Duell zu befürchten.

In der Anfangsphase spielte Krakow erfolgreicher. Er machte einen großen Call mit einem Ass und erwischte Kurtulus damit bei einem Bluff, und wurde dann mit zwei Paaren großzügig ausbezahlt, als Kurtulus mit einem Paar Sechsen nicht aussteigen wollte.

Nachdem der Israeli seinen Stack mit einem Pocket-Paar Könige noch weiter ausbauen konnte, blieb Kurtulus nur noch der „All-in oder Fold“-Modus.

Als Krakow hatte bereits doppelt so viele Chips hatte wie Kurtulus, legten die beiden noch eine kurze Pause ein. Und gleich die nächste Hand nach der Rückkehr entschied über den Turniersieg:

Krakow fand 76 und eröffnete vom Button aus. Kurtulus hatte Pocket-Achten und brachte eine 3-Bet. Krakow callte mit seinen suited Connectors, und beide sahen sich den Flop an. Das Board zeigte 4K5 und bescherte Krakow damit einen Open-Ended Straight Draw und einen möglichen Karo Flush.

Kurtulus brachte einen Einsatz, und Krakow ging All-in. Kurtulus callte, mit der bis dahin stärksten Hand.

Das A auf Turn brachte Krakow jedoch noch mehr Outs, und als auf dem River 4 erschien, war das dramatische Ende eines dramatischen Finaltags erreicht. Der neue EPT Prag-Champion heißt Matan Krakow.

EPT Prag €5.300 Main Event – Ergebnisse am Finaltisch

1 – Matan Krakow, Israel, €778.255*
2 – Bora Kurtulus, Türkei, €757.400*
3 – Dimitrios Gkatzas, Griechenland, €574.600*
4 – Traian Stanciu, Rumänien, €349.650
5 – Paawan Bansal, Indien, €269.000
6 – Conor O’Driscoll, Irland, €206.900
7 – Vitezslav Cech, Tschechische Republik, €159.150

*nach Dreier-Deal

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Prag zum zweiten: Yulian Bogdanov gewinnt PokerStars Open Main Event (und seinen zweiten Titel in einer Woche)

Vor ein paar Tagen, gleich zu Beginn des PokerStars European Poker Tour Prague Festivals, startete Yulian Bogdanov mit einem Sieg beim €10.200 Mystery Bounty Event. Aber der Bulgare war mit diesem Pokal noch nicht zufrieden und hatte schon eine Woche später eine noch größere Trophäe im Visier.

Bogdanov setzte sich gegen ein riesiges Feld von 3.024 Teilnehmer:innen durch und gewann das €1.650 PS Open Main Event. Er behielt im Heads-up gegen Adrian Ziemichod die Oberhand, als seine Buben gegen Ziemichods Siebener gewannen, und holte sich Platz eins und €398.135.

Yulian Bogdanov – PokerStars Open Prag-Champion

„Ich liebe diesen Pokal. Es ist unglaublich. Ich kann es kaum glauben. Ich bin sehr glücklich“, sagte Bogdanov nach seinem Sieg, wobei seine Frau als Übersetzerin fungierte. „Ich glaube, ich hatte ziemlich viel Glück. Denn ohne Glück kann ich nicht gewinnen.“

€1.650 PS Open Main Event – Ergebnisse am Finaltisch

1 – Yulian Bogdanov – Bulgarien – €398.135*
2 – Adrian Ziemichod – Polen – €440.100*
3 – Ivan Poroliev – Bulgarien – €368.755*
4 – Simon Lofberg – Schweden – €200.000
5 – Matthias Auer – Österreich – €154.000
6 – Ben Hurwitz – Israel – €118.380
7 – Lulei Hu – Italien – €91.000
8 – Amato Landi – Italien – €69.980
9 – Rama Prema – Tschechien – €53.820

*nach Dreier-Deal am Finaltisch

Bogdanov hatte laut The Hendon Mob bereits mehr als 3 Millionen Dollar an Live-Turniergewinnen gesammelt und lag damit auf Platz 10 der bulgarischen Bestenliste. Das Einzige, was ihm noch fehlte, war ein großer Titel – und den kann er jetzt von seiner Liste streichen.

„Das ist mein größter Pokal. Ich bin echt dankbar, weil ich viel gelernt habe. Ich spiele viel, aber das ist ein großes Geschenk für mich“, sagte er.

Der Finaltag

Der letzte Tag der PokerStars Open Prag begann mit 12 Spielern, die ins Hilton Hotel Prague zurückkehrten, um um den Pokal zu kämpfen. Matthias Auer führte mit 15.400.000 Chips, während Bogdanov mit 9.425.000 Chips auf dem dritten Platz lag.

Ziemichod startete als Shortstack, konnte aber schnell seine Chips verdoppeln, als seine Pocket-Neuner sich auf dem River zu einem Flush verbesserten, gegen den Bogdanovs Ass-Dame keine Chance hatten. Ziemichod setzte seinen Aufstieg in der Rangliste fort, als er mit einem gefloppten Drilling Jerome Besselievre auf Platz 12 aus dem Turnier warf.

Lulei Hu traf ein Full House gegen Amato Landis Paar Asse und verdoppelte damit seinen Stack, während sein italienischer Landsmann mit nur noch 500.000 zurückblieb. Landi, dessen Fans die lautesten und leidenschaftlichsten des Turniers waren, verdoppelte seinen Chipstapel jedoch seinerseits dreimal hintereinander – unter anderem, indem er mit Ass-Bube Simon Lofbergs Damen – und kletterte damit wieder auf über 4.000.000.

Amato Landi

Mahersh Selvakumaran schied auf Platz 11 aus, als Ben Hurwitz mit einer Straße sein Top-Paar schlug. Bogdanov callte an der Bubble zum Finaltisch Vitezslav Cech mit einem Full House, wodurch Cech auf nur 1.800.000 zurückfiel. Cechs Turnierende kam nur wenige Hände später, wodurch der Final Table mit neun Spielern feststand.

Am Finaltisch

Auer hatte mit 15.850.000 immer noch die meisten Chips, gefolgt von Hu mit 12.375.000 und Bogdanov mit 11.050.000. Rama Prema ging dann mit seinen letzten 7.400.000 Chips und zwei Damen All-in und war Favorit gegen Hus Ass-Zehnn, aber Hu zog sich auf dem River einen Flush zusammen, gewann den Pot und schickte Prema auf Platz neun nach Hause. Danach lag der Italiener mit 20.850.000 in Führung.

Kurz danach ging Landi erneut mit Ass-Bube gegen zwei Damen All-in, diesmal gegen Auer, und fand erneut ein Ass auf dem Turn – wodurch er seinen Stack verdoppeln konnte. Kurz bevor die Spieler in die Pause gingen, eröffnete Lofberg mit 800.000 in früher Position und erhielt Calls von Ziemichod in mittlerer Position und Landi im Big Blind. Landi ging mit 6.400.000 All-in auf dem Flop und Lofberg antwortete seinerseits mit einem All-in. Ziemichod konnte nicht schnell genug callen und setzte seine letzten 7.300.000 Chips mit zwei Assen, während beide Gegner zwei Achten hatten. Ziemichod gewann den Riesenpot und damit 23.000.000. Das brachte ihm die Spitzenposition im Turnier, und es beendete gleichzeitig Landis Comeback auf Platz acht.

Nach der Pause

Lofberg kam mit etwas mehr als zwei Big Blinds aus der Pause zurück, verdoppelte seinen Stack aber mehrmals, unter anderem mit einem Flush auf dem River gegen Hu, und durchbrach wieder die magische Marke von 10.000.000. Ivan Poroliev gewann dann ein All-in gegen Hu mit Neunen gegen Fünfen und ließ Hu als Shortstack zurück. Hu hatte nur noch einen Big Blind, als er seine letzten Chips gegen Ziemichod setzte, der aber ein Set Neunen traf und Hu auf Platz sieben aus dem Turnier warf.

Hurwitz ging kurze Zeit später mit einem Straight Draw für 4.800.000 All-in und wurde von Bogdanov mit zwei Siebenen gecallt. Hurwitz konnte sich nicht verbessern und schied als Sechster aus – wofür er aber immerhin das erste sechsstellige Preisgeld des Turniers bekam (€118.380).

Ziemichod floppte die beiden höchsten Paare und schickte Auer als Fünften aus dem Turnier, während Lofbergs Lauf endete, als er seine letzten 4.000.000 Chips mit einem Paar und einem Flush Draw in die Tischmitte schob. Poroliev hatte denselben Flush Draw, traf aber schließlich eine Straight, und Lofberg musste das Turnier auf Platz vier verlassen.

Adrian Ziemichod

Das Spiel zu dritt

Ziemichod führte mit 40.500.000 vor Bogdanov mit 28.500.000 und Poroliev mit 21.700.000, als die drei verbleibenden Spieler sich auf einen Deal einigten. Ziemichod sicherte sich €440.100, während Bogdanov €398.135 und Poroliev €368.755 bekamen.

Poroliev verdoppelte seinen Stack gegen Bogdanov mit einem Paar Könige, verlor aber schnell einen Teil dieser neuen Chips wieder, als Ziemichod mit zwei Paaren auf dem River einen Einsatz von 4.000.000 callte.

Bogdanov geriet dann mit Ziemichod in einen großen Pot, der bis zum River ging, wo Bogdanov mit 8.700.000 All-in ging. Ziemichod callte, und Bogdanov zeigte ein Paar Asse, holte sich den Pot und setzte sich mit 36.000.000 Chips an die Spitze.

Als Poroliev mit seinen letzten 16.100.000 und zwei Vieren All-in ging, callte Bogdanov mit König-Bube. Poroliev lag bis zum Turn in Führung, aber der River brachte zwei Paare auf das Board, die sein Pocket-Paar übertrumpften, sodass Bogdanov mit seinem König-Kicker den Pot gewann und Poroliev auf den dritten Platz verwies.

Im Heads-up

Bogdanov führte zu Beginn des Heads-up mit 54.000.000 zu 36.700.000 Chips. Ziemichod glich aus, als er auf einem Board mit Ass als höchster Karte auf dem River All-in ging. Doch einige Hände danach brachte Bogdanov auf dem Turn einen Check-Raise auf 13.000.000 und Ziemichod musste seine Hand aufgeben.

Ziemichod ging dann mit zwei Siebenen mit 35.000.000 All-in, aber Bogdanov callte sofort mit zwei Buben – und sicherte sich den zweiten Turniersieg in einer Woche.

Danach setzte sich der Bulgare an seinen „Stammplatz“ und posierte mit dem Pokal und seinen bulgarischen Fans.

Bogdanov und seine Rail

Auch wenn in den nächsten Tagen in Prag noch einiges Poker gespielt werden wird, dürfte das Festival für Bogdanov jetzt schon unvergesslich bleiben. Wir gratulieren!

Über das Event

Die European Poker Tour (EPT) machte 2007 zum ersten Mal in Prag Station und war sofort ein Hit. Seitdem ist die Stadt fester Bestandteil des EPT-Veranstaltungskalenders. Die historischen gotischen Bauwerke, die Kopfsteingassen und die lebhafte Kunstszene machen Prag im Winter zu einem wahren Wunderland, während die geografische Lage im Zentrum Europas Spieler aus Deutschland und aus der ganzen Welt nach Tschechien lockt. Nicht umsonst zieht die EPT Prag Jahr für Jahr das vielfältigste Teilnehmerfeld der Tour an, wobei kein Land die Besucherzahlen dominiert: Die Gewinner der bisher 17 Main Events kamen aus 13 verschiedenen Ländern – darunter vier Mal aus Deutschland.

Nach einem Start mit rund 600 Teilnehmern im Jahr 2007 verzeichnete das Main Event seit 2018 jedes Jahr über 1.000 Teilnahmen – was einem Preispool von mehr als 5 Millionen Euro entspricht. Das Preisgeld für Platz eins lag bisher zwei Mal über der Millionengrenze. Und im letzten Jahr gewann der Portugiese Pedro Marques das bisher größte EPT Main Event in Prag, mit sage und schreibe 1.458 Teilnahmen – was ihm eine Gewinnsumme von €963.450 einbrachte.

Schon 2014 wurde ein €50.000 Super High Roller-Event in den Turnierplan aufgenommen, das das umfangreiche Angebot an Nebenevents ergänzt.

Spieler:innen sowie der ganze Mitarbeiterstab der EPT freuen sich auf ihre jährliche Reise nach Prag mehr als auf jede andere Station im Tourplan. Für sie beginnt Weihnachten erst richtig, wenn man die frische Winterluft der Tschechischen Republik geschnuppert hat …

Die Highlights des Festivals

Festivaldaten: 3. bis 14. Dezember 2025
Veranstaltungsort:
Hilton Hotel Prague

Wichtige Turnierdaten:

PokerStars Open

PokerStars Open Main Event: 3. bis 8. Dezember – €1.650
PokerStars Cup: 6. bis 7. Dezember – €825
PokerStars High Roller: 7. bis 8. Dezember – €2.700

EPT

EPT Super High Roller: 7. bis 9. Dezember – €50.000
EPT Main Event: 8. bis 14. Dezember – €5.300
EPT Mystery Bounty: 10. bis 12. Dezember – €3.250
EPT High Roller: 12. bis 14. Dezember – €10.300

EPT Prag 2025 – Turnierplan

Beim Prager Pokerfestival werden rund 70 Events gespielt, für (fast) jede Bankroll: Von €330 bis €50.000 Buy-in ist alles dabei. Abgesehen von den Main Events der PokerStars Open und der European Poker Tour kommen eine Reihe interessanter Side Events in anderen Pokervarianten dazu, darunter 8-Game, HORSE, 2-7 Single Draw und natürlich PLO.

Hier geht es zum vollständigen Turnierplan der EPT Prag 2025.

Informationen über die Turnierstrukturen gibt es hier.

EPT Prag – Ergebnisse

Die Ergebnisse aller Turniere beim EPT Prag Pokerfestival findet ihr hier (in englischer Sprache).

EPT Prag – Qualifikation

Über den Power Path

Noch ist es nicht zu spät, sich über den Power Path für Prag zu qualifizieren: Im Augenblick werden spezielle EPT Prag-Pakete angeboten, deren Gewinner Ticket, Hotel und Spesen erhalten – und eine persönliche VIP-Betreuung vor Ort!

Online und Live Satellites

Daneben findest du im PokerStars-Client eine ganze Reihe von Satellites für die PokerStars Open Prag und die European Poker Tour Prag – und vor Ort werden noch an den Turniertagen der großen Events so genannte „Win Your Seat“ Live-Satellites ausgespielt, bei denen du dir einen Platz am Turniertisch deines Wunsch-Events sichern kannst. (Dabei gilt es den Starting Stack, je nach Turnier, zu verfünffachen oder zu verzehnfachen. Gelingt dies, kannst du die Chips gegen einen Platz eintauschen.)

GRND on Tour Shootout

GRND veranstaltet während der EPT Prag vom 3. bis 14. Dezember jeden Tag um 21:30 Uhr MEZ seine legendären Centrolls (All-in-Shootouts mit einem Buy-in von $0,01). Dabei werden hauptsächlich $3 SAG-Tickets ausgespielt – aber der Hauptpreis ist ein Paket für die Sit & Go Live Championship im Rahmen der EPT Paris.

Suche einfach im PokerStars-Client nach „GRND on Tour Shootout“-Turnieren. Für 1 Cent zur EPT in Paris? Guter Deal, oder?

Achtung: Wer bei den Centrolls mitspielen will, muss 5 Minuten vor Turnierstart in die PokerStars-Software eingeloggt sein, um teilzunehmen. Ansonsten wirst du vom Turnier abgemeldet.

EPT Prag 2025 – Live-Streaming

Du kannst die Pokeraction der EPT Prag auch live verfolgen – mit englischsprachiger Berichterstattung auf den zentralen/globalen Kanälen (moderiert von James Hartigan, Joe Stapleton, Nick Walsh, Griffin Benger und Maria Ho), auf PokerStars Twitch oder bei den deutschsprachigen Kollegen von GRND.

Mittwoch, 10. Dezember
12:30 Uhr MEZ
EPT PRAG: €5K MAIN EVENT – TAG 2

Donnerstag, 11. Dezember
12:30 Uhr MEZ
EPT PRAG: €5K MAIN EVENT – TAG 3

Freitag, 12. Dezember
12:30 Uhr MEZ
EPT PRAG: €5K MAIN EVENT – TAG 4

Samstag, 13. Dezember
12:30 Uhr MEZ
EPT PRAG: €5K MAIN EVENT – TAG 5

Sonntag, 14. Dezember
13:00 Uhr MEZ
EPT PRAG: €5K MAIN EVENT – FINALTISCH

EPT Prag 2025 – alle Ergebnisse

Die Details aller bisher abgeschlossenen Turniere findest du hier.

Aktivitätenkalender

Wahrscheinlich willst du dich bei der EPT Prag 2025 auf die Tische konzentrieren. Aber auch in diesem Jahr hat die EPT für Prag einen großartigen Veranstaltungskalender geplant, der für PokerStars-Spieler:innen und ihre Gäste völlig kostenlos ist. Dazu gehören u.a. ein Meet & Greet der Silber-Powerpass-Gewinner (4. Dezember), ein Weihnachtsquiz (5. Dezember), Willkommens-Drinks, Wellness-Angebote, Happy Hours – und natürlich die legendäre PokerStars Players Party, die am 9. Dezember stattfindet.

Frühere EPT Prag-Gewinner

2007 – Arnaud Mattern (Frankreich) – €708.400
2008 – Salvatore Bonavena (Italien) – €774.000
2009 – Jan Skampa (Tschechische Republik) – €682.000
2010 – Roberto Romanello (Großbritannien) – €640.000
2011 – Martin Finger (Deutschland) – €720.000
2012 – Ramzi Jelassi (Schweden) – €835.000
2013 – Julian Track (Deutschland) – €725.700
2014 – Stephen Graner (USA) – €969.000
2015 – Hossein Ensan (Deutschland) – €754.510
2016 – Jasper Meijer van Putten (Niederlande) – €699.300
2017 – Kalidou Sow (Frankreich) – €675.000
2018 – Paul Michaelis (Deutschland) – €840.000
2019 – Mikalai Pobal (Weißrussland) – €1.005.600 – Pobals zweiter EPT-Titel
2022 – Grzegorz Główny (Polen) – €692.252
2022 – Jordan Sacucchi (Kanada) – €913.250
2023 – Padraig O’Neill (Irland) – €1.030.000
2024 – Pedro Marques (Portugal) – €963.450

Pedro Marques – EPT Prague Main Event-Champion 2024

Weitere Infos

PokerStars Live App
Für alle Informationen, die du brauchst – als Download im Apple Store oder bei Google Play für Android.

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