Thursday, 6th August 2026 14:34
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Die Poker Hall of Fame hat ein neues Mitglied: Jason Koon.

Die Nachricht wurde im Rahmen der ESPN-Berichterstattung vom Finaltisch des Main Events der World Series of Poker 2026 bekannt gegeben: Jason Koon, einer der erfolgreichsten Spieler der Pokergeschichte und PokerStars-Stammgast, ist neues Mitglied der Poker Hall of Fame.

Diese Nachricht kommt kaum überraschend. Schon bei unserer Befragung der besten Pokerpros 2026 fiel sein Name mit großer Regelmäßigkeit. Ganz allgemein wurde erwartet, dass Koon schon bei seiner ersten Teilnahme an dieser Wahl aufgenommen werden würde, da er alle Voraussetzungen für die Hall of Fame erfüllt:

Spielt gegen anerkannte Top-Konkurrenz.
Ist (mindestens) 40 Jahre alt.
Spielt um hohe Einsätze.
Hat sich durch konstant starke Ergebnisse den Respekt seiner Kollegen verdient.
Hat sich im Laufe der Zeit an den Pokertischen bewährt.

Der 40-jährige PokerStars-Stammgast steht mit 77.032.156 US-Dollar an Turniergewinnen auf Platz drei der Poker-Geldrangliste.

Der Mann, der erst im Mai bei der EPT Monte-Carlo das €100.000 No Limit Hold’em – EPT High Rollers 100K Invitational Freezeout gewonnen und eine runde Million Euro eingestrichen hat, ist außerdem Träger von zwei prestigeträchtigen WSOP-Bracelets ($25K Heads-Up Championship (2021) und $50K High Roller (2025)) und Rekord-Titelträger der Triton Poker Tour.

Jason Koon bei der EPT Monte-Carlo 2026

Neue Aufnahmeregeln, gleiches Ergebnis

Dabei hätten es aufgrund des neuen Wahlverfahrens auch mehrere neue Poker Hall of Fame-Mitglieder werden können. Denn seit diesem Jahr erlaubt Hall of Fame die Aufnahme von bis zu sechs Personen jährlich – als Reaktion auf Beschwerden über einen Engpass, bei dem verdiente Kandidaten nicht aufgenommen werden konnten.

Jedes der 33 HoF-Mitglieder konnte bis zu vier Stimmen abgeben. Wenn einer der acht Namen, die in die engere Wahl kamen, mindestens 22 Stimmen erhielt, wäre er aufgenommen worden.

Das Ergebnis? Nur ein Spieler kam über diese Schwelle.

Die 33 Mitglieder der Hall of Fame stimmten über die folgende Auswahlliste ab:

Justin Bonomo
Shaun Deeb
Isaac Haxton
Jason Koon
Mike Matusow
Isai Scheinberg
Chris Moorman
Scott Seiver

Viele gingen davon aus, dass Shaun Deeb 2026 sicher aufgenommen werden würde – dem ersten Jahr, in dem er nach seinem 40. Geburtstag dafür infrage kam. Das Gleiche galt für Haxton, der ebenfalls zum ersten Mal nominiert wurde, nachdem er letzten September 40 Jahre alt geworden war.

Matusow, Seiver und Scheinberg waren schon letztes Jahr allesamt nominiert, aber nicht aufgenommen worden. Also rechneten sich alle drei in diesem Jahr große Chancen aus – aber umsonst.

Scheinberg muss weiter warten

Isai Scheinberg wurde inzwischen sieben Mal für die Poker hall of Fame nominiert, ohne aufgenommen zu werden.

In einem Interview mit PokerOrg im letzten Jahr sagte Chris Moneymaker (der 2019 in die Hall of Fame aufgenommen wurde) über Isai Scheinberg: „Ich denke, die Pokerwelt sollte ihn anerkennen. Ich finde, er sollte dabei sein. Es ist fast schon ein Verbrechen, dass immer noch nicht in der Hall of Fame ist.“

Koon setzte sich ebenfalls für Scheinbergs Aufnahme in die Poker Hall of Fame ein: „Es ist absolut keine Frage. PokerStars hat nicht nur das Leben von Millionen von Menschen verändert, indem Moneymaker über ein Satellitenturnier zum WSOP Main Event kam und es gewann. Als die Zeiten für Pokerspieler besonders schwer waren und wir alle in der Klemme steckten, trat er [Isai Scheinberg] auf den Plan und kaufte die Forderungsausfälle von Full Tilt auf. Er zahlte alle Ausfälle zurück und half uns allen wieder auf die Beine. Viele Leute in meinem Alter hatten über die Hälfte oder sogar mehr ihres gesamten Vermögens auf diesen Pokerseiten angelegt.

Ich glaube nicht, dass es in der Geschichte jemals vorgekommen ist, dass jemand über die Regierung ein insolventes Unternehmen gekauft und alle entschädigt hat. Es ist einfach eine unglaubliche, selbstlose Entscheidung von ihm. Ich persönlich kenne Hunderte von Menschen, deren Leben er dadurch verändert hat. Ich kenne ihn schon sehr lange, und er ist einfach ein ehrenhafter, unglaublicher Typ. Er verdient es genauso wie jeder andere, in die Hall of Fame aufgenommen zu werden.“

Für Scheinberg – und andere – geht das Warten weiter. Aber die WSOP kann für den Engpass nicht länger verantwortlich gemacht werden.

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