Zwischen einer Flut von E-Mails und einem Flug nach Malta kann sich Seb Pico, Associate Director Key Account Management bei PokerStars, endlich etwas Zeit freischaufeln, um sich an einem Dienstagabend im Juni in seinem Hotel auf der Mittelmeerinsel mit uns zusammenzusetzen.
Sein Terminkalender für den Rest der Woche ist „ziemlich voll“. Teambesprechungen und persönliche Meeting summieren sich zu einer immer länger werdenden To-do-Liste. Dazu kommen natürlich seine üblichen Aufgaben wie „Verbesserungen planen, Leistungen überprüfen und mein Team unterstützen“. Aber gerade das gefällt ihm an seinem Job. „Kein Tag ist wie der andere, und ich liebe es, ständig an etwas Neuem arbeiten zu können“, sagt er lächelnd.
An erster Stelle der aktuellen Aufgabenliste steht die bevorstehende Spin & Go Championship Live bei der EPT Barcelona im August. Kollegen zufolge ist Pico einer der „brillanten Köpfe“ hinter diesem Event.
Die Anfänge
Wie hat das Ganze angefangen?
„Ich treffe mich regelmäßig mit einigen unserer besten Spin & Go-Spieler:innen, um zu besprechen, wie es an den Tischen läuft. Außerdem will ich ihre Meinung zu möglichen Ideen für die Zukunft einholen“, erklärt Pico seine Rolle bei der Entstehung der Spin & Go Championship Live.
„Bei diesen Treffen herrschte Einigkeit darüber, dass Spins zwar online sehr beliebt sind, dem Spiel aber die öffentliche Präsenz von MTTs (Multitisch-Turnieren) fehlt. Und das brachte mich auf eine Idee: Was wäre, wenn wir die Dynamik, die hohe Varianz und die Aussicht auf hohe Preisgewinne in kurzer Zeit mit dem Bekanntheitsgrad und der unglaublichen Plattform unserer EPT-Tour kombinieren könnten?“
Seb Pico wusste, dass das Feedback der Spieler:innen entscheidend für den Erfolg der Spin & Go Championship Live sein würde.
Sebs Idee nahm schnell Fahrt auf, und nachdem das Konzept informell mehreren Kollegen vorgestellt worden war, wurde nach nur drei Monaten eine erste Version getestet. Das Ganze fand im Rahmen der EPT Barcelona im letzten Jahr statt, mit 27 Spielern aus Frankreich, Italien und Spanien.
„Es war nur ein Test, um das Format auszuprobieren“, erzählt Pico. „Aber alle waren begeistert, und wir wussten, dass PokerStars wieder einmal Neuland betreten hatte und dass dies nur das erste von vielen größeren Spin & Go Live-Events sein würde. Ein paar Monate später haben wir unsere erste Spin & Go Championship Live in Prag gestartet, und ich freue mich schon sehr auf die nächste Ausgabe, die im August in Barcelona stattfindet“, sagt Pico mit sichtlichem Stolz.
Vorbereitung auf die Spin & Go Championship Live 2025
Im Vorfeld der EPT Barcelona 2025 haben Pico und sein Team das Konzept noch einmal gründlich überarbeitet. Picos Aufgabe (eigentlich schon eher seine Mission) besteht laut eigener Aussage darin, „unseren engagiertesten Kunden das beste Erlebnis der Branche zu bieten“.
Er fügt hinzu: „Die nächste Ausgabe (in Barcelona) wird zweifellos größer und besser als die vorherige. In den letzten Monaten der Vorbereitung war es meine Aufgabe, das Kundenerlebnis zu überwachen. Außerdem wollte ich gemeinsam mit unseren Experten in allen Bereichen der Organisation sicherstellen, dass die Veranstaltung ein unvergessliches Erlebnis wird.“
Die Erfahrungen aus Prag spielten dabei eine unersetzliche Rolle. Schließlich weiß Pico nur zu gut, dass das Feedback der Spieler:innen über den Erfolg der Spin & Go Championship Live entscheidet.
„Diese Veranstaltung ist von Spieler:innen für Spieler:innen gemacht“, erklärt er. „Ich habe jeden der Turniertage in Prag verbracht, um mit Spieler:innen und Zuschauern zu sprechen, Meinungen zu sammeln, mögliche Ideen und Feedback zu sammeln. Den ganzen Tag über haben sie berichtet, und ich habe zugehört. Jede unserer Änderungen ist also entweder das Ergebnis eines Vorschlags unserer Spieler:innen oder eine Idee von mir oder einem Kollegen, die mit den Spieler:innen besprochen wurde.“
Spin & Go Championship Live – Prag 2024
Vor PokerStars
Pico ist bekennender Geschichts-Fan und Reiseliebhaber und hat einen vielfältigen beruflichen Hintergrund.
„Ich habe in Spanien und Deutschland Betriebswirtschaft studiert. Danach habe ich als Account Manager für ein Softwareunternehmen in Spanien angefangen und bin mit 24 nach Irland gezogen. Ich habe jahrelang im Bankwesen gearbeitet, bin viel gereist und habe einen zweiten Hochschulabschluss gemacht.“
2012 packte ihn dann aber endgültig die Reiselust. Pico und seine Freundin beschlossen, sich ein Jahr Auszeit zu nehmen und sich die Welt anzusehen. Während dieser Zeit verbrachten sie einige Monate in Italien.
„Als wir nach Irland zurückkehrten, schwärmte ein Freund von mir von PokerStars als Arbeitgeber“, erzählt er. „Damals hatten sie nur Stellen im Kundensupport, aber alles, was ich hörte, klang super.“
An dieser Stelle hält Pico inne und erzählt ganz leise, dass seine Pokerkenntnisse damals nicht gerade auf dem neuesten Stand waren.
„Sie beschränkten sich auf das, was ich aus den Filmen ‚Rounders‘ und ‚Maverick‘ gelernt hatte! Aber es fühlte sich sofort richtig an, und ich habe meine Zeit bei PokerStars bisher sehr genossen.“
PokerStars: Grossartiges Unternehmen und grossartige Leute
Und auf seinem Weg bei PokerStars hat Pico andere „brillante Köpfe“ kennengelernt. Beim Versuch, sie alle aufzuzählen, gibt er sich alle Mühe, niemanden zu vergessen.
„Es sind die Leute, die dieses Unternehmen zu etwas Besonderem machen. Und ich hatte das Glück, mit fantastischen Menschen zusammenzuarbeiten, die nicht nur großartige Profis, sondern einfach auch gute Typen sind.
Ich könnte ewig mit der Aufzählung weitermachen. Aber wenn ich ein paar Namen hervorheben müsste, würde ich Fran Medina, May Maceiras und Scott Goodall und ihre ansteckende Leidenschaft für unsere Spieler nennen.
Dazu kommt Jeff Power, mein Manager, der die Menschen um ihn herum motiviert und befähigt, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Martin Stuart, der PokerStars zur sichersten und vertrauenswürdigsten Gaming-Plattform der Welt macht – und natürlich mein Team.“
Er fügt hinzu: „Ich hätte nicht einmal die Hälfte von dem erreicht, was ich erreicht habe, wenn ich nicht eine fantastische Gruppe von Menschen um mich hätte. Kollegen wie Alessandro, Ben, Ovi oder Vania, um nur einige zu nennen, legen die Messlatte immer höher und sind Vorbilder für uns alle.“
„Der PokerStars-Weg“
Zum Thema „Arbeiten bei PokerStars“ hat Pico eine Geschichte, die zu seiner eigenen Philosophie passt und zu dem, was ein anderer Kollege als den „PokerStars-Weg“ bezeichnet.
„Vor zwei Jahren habe ich bei der PSPC gearbeitet. Die Bahamas sind ein tolles Reiseziel, und es war ein großartiges Event, aber Live-Turniere sind harte Arbeit. Alle Mitarbeiter:innen haben sehr lange Arbeitstage, manchmal Wochen hintereinander, und man kommt kaum zum Ausruhen. Am Ende eines langen Tages schaute ich noch kurz in den Aufenthaltsraum für das Turnierpersonal und sah, dass nur noch einer unserer Spielerbetreuer, Adrian Delgado, da war. Adrian war damit beschäftigt, Nachrichten auf Karten zu schreiben.
Ich ging zu ihm und sah, dass er von Hand persönliche Nachrichten an alle Spieler:innen schrieb, für die er bei der Veranstaltung verantwortlich war und die es in den zweiten Tag geschafft hatten. Jede Nachricht hatte eine persönliche Note. Es waren keine allgemeinen ‚Gut gemacht‘- und ‚Viel Glück‘-Karten, sondern herzliche Grüße und Wünsche an Freunde. Als er fertig war, brachte er jede Karte persönlich zu ihren Zimmern, damit sie sie am nächsten Tag nach dem Aufwachen vorfinden würden.“
Pico fügt hinzu: „Damals habe ich Adrian nicht darauf angesprochen. Aber ich habe mir noch am selben Abend vorgenommen, dass ich eines Tages mit ihm zusammenarbeiten möchte. Und ich bin sehr froh, dass er heute in meinem Team ist.“
Aber jetzt kommt der Clou.
„Vor ein paar Monaten erzählte ich einem Spieler, wie ich Adrian kennengelernt habe. Und er [der Spieler] erzählte mir, dass er einer der Spieler war, die eine persönliche Nachricht von Adrian bekommen hatten. Und dann gestand er mir, dass er die Karte in einer Schublade seines Spieltischs aufbewahrt und dass er sie immer herausnimmt und liest, wenn er sich niedergeschlagen fühlt. So großartig sind die Leute bei PokerStars.“
Verantwortung und Privileg
„Großartig“ – das ist ein Wort, das Sebastian Pico in Bezug auf seine Arbeit bei PokerStars häufig verwendet. Seiner Meinung nach beschreibt dieses Wort sowohl das Unternehmen als auch seine Mitarbeiter:innen ziemlich genau.
„Ich liebe meine Arbeit, und wenn man seine Arbeit liebt, braucht man keine externe Motivation“, erzählt er. „Ich habe ein großartiges Team um mich herum. Und die Betreuung der Top-Kunden des Unternehmens ist eine große Verantwortung, aber auch ein Privileg.
Es ist ein großartiger Job in einem großartigen Unternehmen mit einem großartigen Team und großartigen Kollegen. Hier kann ich jeden Tag dazu beitragen, die Erfahrung unserer Kunden zu verbessern. Und das ist Motivation genug.“
Wenn es um die Zukunft geht, insbesondere um seine eigene, scheint Pico nicht von unnötigen Sorgen belastet zu sein. Er sieht jeden Tag als neue Chance, etwas zu lernen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.
„Ich weiß nicht, wo ich in fünf Jahren sein werde oder was ich tun werde“, gibt er zu. „Aber ich bin mir sicher, dass mein Ziel dasselbe bleiben wird: die Menschen um mich herum zu befähigen und zu motivieren – damit sie bei allem, was sie tun, ihr Bestes geben.“
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