Seit Montag herrscht Klarheit: Trainer Marco Rose macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und wechselt nach der Saison von Borussia Mönchengladbach zum BVB. Sportdirektor Max Eberl muss sich nach einem neuen Trainer umsehen. Wir stellen die Kandidaten vor, die ganz oben auf seiner Liste stehen:

Florian Kohfeldt (Werder Bremen)

Schon zum wiederholten Mal bediente sich der BVB bei der Borussia vom Niederrhein. Greift auch Gladbach eine Etage tiefer ins  Bundesliga-Regal, rückt Florian Kohfeldt in den Fokus. Nach Christian Streich ist er der dienstälteste Coach der Bundesliga. Bei Werder Bremen hat er bewiesen, mit wenigen Mitteln viel aus einer Mannschaft herausholen zu können und Abgänge kompensieren zu können. Aus dem Stahlbad Abstiegskampf ging er im Sommer gestärkt hervor und hat seine Mannschaft in der laufenden Spielzeit wieder in ruhige Fahrwasser geführt.

Allerdings ist Kohlfeldt Ur-Bremer und mit Verein und Stadt tief verwurzelt. Ein Vereinswechsel würde für den 38-Jährigen zwar einen Karrieresprung bedeuten, allerdings ist fraglich, ob Kohlfeldt sein gemachtes Nest verlassen möchte.

Jesse Marsch (RB Salzburg)

Bei RB Salzburg wurde der Nachfolger von Marco Rose Jesse Marsch. Wiederholt sich die Geschichte in Gladbach? Wie auch Rose liefert der US-Amerikaner in Österreich gute Arbeit ab. Im Schnitt holt er mit dem österreichischen Serienmeister 2,16 Punkte pro Spiel. Rose kam während seiner Zeit in der Mozartstadt in 114 Spielen auf 2,35 Zähler pro Partie. Mit dem Einzug in die Champions League  sowohl in der laufenden als auch in der vergangenen Saison hat Marsch seinem Vorgänger sogar einen großen sportlichen Erfolg voraus. Für ihn wäre es nach sechs Jahren im RB-Lager die zweite Station in der Bundesliga. In der Saison 2018/19 saß er an der Seite von Ralf Rangnick als  Co-Trainer  in Leipzig auf der Bank.

Marsch kennt die Bundesliga, feiert in Salzburg Erfolge, folgte schon dort auf Rose und hat somit bewiesen, den Fußball seines Vorgängers weiterentwickeln zu können. Es ist schwierig, Argumente gegen eine Verpflichtung zu finden.

Mark van Bommel (vereinslos)

Dick Advocaat und Jos Luhukay – Zwei der bisherigen vier ausländischen Gladbach-Trainer kamen aus den Niederlanden. Mit Mark van Bommel bringt sich ein weiterer Übungsleiter aus dem nicht fernen Nachbarland in Stellung. Dessen klar formuliertes Ziel ist die Bundesliga. Allerdings war seine erste Station im Profi-Fußball als Cheftrainer beim PSV Eindhoven nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben. Nach knapp eineinhalb Jahren war Schluss beim 24-maligen Niederländischen Meister. Die erste Saison verlief mit der Vizemeisterschaft und Qualifikation für die Champions League nur zufriedenstellend, ein Titel sprang nicht heraus. Rang vier nach der darauffolgenden Hinrunde der Eredivisie war dann zu wenig. Zuvor arbeitete er als Assistent an der Seite von Bert van Maarwijk in Australien und Saudi-Arabien.

Erik ten Hag (Ajax Amsterdam)

Der zweite Kandidat aus den Niederlanden ist Erik ten Hag. Der aktuelle Ajax-Trainer wurde nach dem Aus von Niko Kovac auch schon bei den Bayern gehandelt, der Erfolg von Hansi Flick machte ein Engagement aber überflüssig. Dennoch überzeugt der 51-Jährige bei Ajax Amsterdam und hinterließ auch in seinen Jahren bei Bayern II (2013-2015) in Deutschland einen bleibenden Eindruck. Das Format, nach Gladbach zu wechseln, hat Ten Hag zweifellos. Allerdings scheint er bei Eberl nicht auf der ersten Seite im Notizbuch zu stehen. Eine Kontaktaufnahme dementierte der Gladbacher Sportdirektor umgehend.

Sieg Gladbach gegen Mainz1.62
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