Die Hinrunde in der Bundesliga ist schon wieder Geschichte. Die Bayern sind vorne, Freiburg überrascht und Fürth ist historisch schlecht. Das ist aber nicht alles zu den ersten 17 Spieltagen. Wir haben uns die besten Spieler der Hinrunde ausgeguckt. 

Mark Flekken

Der SC Freiburg steht auf einer Stufe mit dem FC Bayern. Zumindest in der Defensive. Beide Teams haben erst 16 Gegentore kassiert, ein Schnitt von unter einem Tor pro Spiel ist aller Ehren wert. Bei den Breisgauern ist vor allem Torwart Mark Flekken ein Garant für die Stabilität. Der Torhüter spielt eine tolle Saison, ist fehlerfrei und konnte schon 67 Schüsse parieren. Nicht umsonst belohnte ihn Bondscoach Louis van Gaal mit der erstmaligen Berufung in die niederländische Nationalmannschaft.

Nico Schlotterbeck

Neben Flekken haben die Freiburger noch ein weiteres Defensiv-Ass im Ärmel. Nico Schlotterbeck kam im Sommer von einer einjährigen Leihe von Union Berlin zurück in den Breisgau. Unter Christian Streich hat der U21-Europameister den nächsten Schritt gemacht, ist der zweitbeste Zweikämpfer der Bundesliga (alle Wetten zur Bundesliga) und konnte seinen Marktwert im vergangenen halben Jahr fast verdoppeln (von 7,5 Mio. auf 13 Mio.).

Konstantin Mavropanos

Der VfB Stuttgart steckt tief im Abstiegssumpf, hat mit Innenverteidiger Konstantin Mavropanos aber eine der positiven Überraschungen im Kader. Der Grieche ist der torgefährlichste Abwehrspieler der Bundesliga (alle Langzeitwetten zur Bundesliga) und spielt sich bei den Schwaben mehr und mehr ins Rampenlicht der großen Vereine. Hält der VfB die Klasse, muss der Verein aber erstmal für eine feste Verpflichtung drei Mio. Euro an Arsenal überweisen. Steigt Stuttgart ab wird die Pflicht zur Option. Davon abgesehen: Für drei Mio. ist der 24-Jährige so oder so ein echtes Schnäppchen.

Alphonso Davies

Oftmals wird Alphonso Davies nur auf seine Geschwindigkeit reduziert. Klar, der Junge ist pfeilschnell und hat die meisten Sprints der Liga angezogen (515). Davon abgesehen hat er aber auch noch eine Menge andere Sachen drauf. Von Trainer Julian Nagelsmann wird er immer öfter auch auf der offensiven Außenbahn eingesetzt und weiß auch in der Rolle zu überzeugen.

Jude Bellingham

Während einer DAZN-Übertragung im Laufe der Hinrunde adelte Co-Kommentator Sandro Wagner Jude Bellingham als „Maschine“. Der Engländer ist immer noch erst 18 Jahre alt, aber aus dem zentralen Mittelfeld der Dortmunder schon nicht mehr wegzudenken. Nur vier Spieler der laufenden Saison gewannen mehr Zweikämpfe als der Engländer, keiner wurde so oft gefoult wie er.

Thomas Müller

Thomas Müller ist mit 13 Assists der beste Vorlagengeber der Bundesliga. Florian Wirtz rangiert mit acht Vorlagen auf Rang 2 der Kategorie. Allein der Abstand zeigt, was für eine wichtige Rolle der Weltmeister von 2014 bei den Bayern immer noch einnimmt. Allerdings ist er nicht nur sportlich extrem wichtig, sondern hat sich in der Mannschaft von der Säbener Straße zum absoluten Führungsspieler entwickelt. Das Urteil von Trainer Julian Nagelsmann nach Müllers 400. Spiel für den FC Bayern ist eindeutig: „Thomas können wir immer zuhören. Er ist so smart. Er ist wie ein Trainer auf dem Platz.“

Florian Wirtz

18 Jahre und 13 Torbeteiligungen in 15 Bundesliga-Spielen – kann mal so machen Florian Wirtz. Der Teenager bildet mit Stürmer Schick und Diaby ein brandgefährliches Trio in der Offensive der Werkself, ragt in der Zentrale aber noch einmal heraus. Wirtz debütierte im September für die Nationalmannschaft und hat sein Spiel gegenüber seiner ersten Saison noch einmal auf ein neues Level gehoben.

Filip Kostic

Zu Beginn der Saison sah es gar nicht gut aus um Filip Kostic. Der Frankfurter wollte einen Wechsel zu Lazio Rom erzwingen und verweigerte seinen Einsatz in Bielefeld. Die Eintracht schob dem Transfer einen Riegel vor, der Serbe musste bleiben und stand nach dem Vorfall unter genauer Beobachtung. Ein halbes Jahr später ist von der Geschichte keine Rede mehr. Kostic flitzt den Flügel runter wie kein anderer, schlägt Flanken noch und nöcher und ist der beste Spieler der Eintracht. Zwölf Torbeteiligungen in 16 Spielen kommen nicht von ungefähr.

Anthony Modeste

Der 1. FC Köln hat mit dem Abstieg nichts zu tun. Neben Trainer Steffen Baumgart ist vor allem Anthony Modeste dafür verantwortlich. Der Franzose trifft wie zu besten Zeiten und sichert dem Effzeh mit seinen Treffern regelmäßig wichtige Punkte. Zum Ende der Hinrunde traf er sowohl gegen Wolfsburg als auch Stuttgart in den Schlussminuten zum Sieg. Modeste ist kein Experte für Anlaufen, Gegenpressing oder sonstige neumodische taktische Varianten. Aber das Wichtigste kann er wie kaum ein Zweiter: Tore erzielen.

Patrik Schick

Der Höhenflug von Patrik Schick begann schon bei der Europameisterschaft im Sommer. Dort wurde er mit fünf Treffern zusammen mit Cristiano Ronaldo Torschützenkönig. An die Fabel-Leistungen im Nationaltrikot knüpft er im Dress von Bayer Leverkusen nahtlos an. Drei Partien verpasste er wegen eines Bänderriss im Sprunggelenk, in den restlichen 14 Einsätzen traf er 16 Mal. Nur viermal blieb er torlos, im Schnitt trifft der Tscheche in dieser Saison sogar häufiger als Robert Lewandowski.

Robert Lewandowski

Den Ballon d’Or wurde ihm verwehrt, trotzdem ist Robert Lewandowski über jeden Zweifel erhaben. Abermals steht er an der Spitze der Torjägerliste, abermals hat er mehr Tore (19) als Spiele (17) auf dem Konto. Der Pole ist schlichtweg der beste Stürmer der Welt, neben seinen Treffern stand ihm auch am häufigsten Aluminium im Weg. Ihm kann niemand das Wasser reichen, deshalb ist er in der Top 11 der Hinrunde auch gesetzt.

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