Der deutsche Eishockey war schon mal schlechter dran. Nicht erst seit der Silbermedaille von Olympia 2018 stehen deutsche Kufencracks auch in Nordamerika wieder hoch im Kurs. So läuft es bei den deutschen Spielern in der NHL:

Philipp Grubauer (Seattle Kraken)

Philipp Grubauer ging als einer der besten Torhüter der NHL zum neu gegründeten Team nach Seattle. Nach drei Spielzeiten in Colorado schnappten die Kraken zu und nahmen den Keeper als einer der neuen Hoffnungsträger unter Vertrag. Gleich über sechs Jahre läuft sein Kontrakt, satte 35,4 Mio. sind der Vereinigung die Dienste des Goalie wert. Allerdings kommt er in der laufenden Spielzeit noch nicht an die überragenden Zahlen der Vorsaison ran. Den Saisonstart verpatzte das Team mit nur vier Siegen gegenüber zehn Niederlagen, elfmal lief Gruber auf und wehrte 88,2 Prozent der Schüsse ab. Das geht besser. In der Saison 2020/21 waren es noch 92,2 Prozent.

Tim Stützle (Ottawa Senators)

Nach der starken ersten Saison in der NHL hat Tim Stützle Erwartungen geschürt. Starke zwölf Tore und 17 Assists zauberte er im letzten Jahr aufs Eis, für die Playoffs kamen die Senatots aber nicht infrage. Auch in dieser Spielzeit wird das wohl nichts. Mit nur drei Siegen aus zwölf Spielen stehen die Kanadier am Ende ihrer Atlantic Division, dazu rennt auch Stützle der Form des Vorjahres noch hinterher. Bisher gelangen ihm nur fünf Assists. So wird die Postseason ohne Stützle und die Senators stattfinden (alle Wetten zur NHL).

Moritz Seider (Detroit Red Wings)

Moritz Seider rockt die NHL. Das deutsche Supertalent steht nach 15 Einsätzen in der NHL schon bei sagenhaften elf Scorer-Punkten (zwei Treffer, neun Assists). Auch dank den starken Auftritten des Verteidigers kamen die Red Wings ordentlich in die neue Spielzeit. Sieben Siegen stehen acht Niederlagen gegenüber, die Playoffs scheinen möglich.

Leon Draisaitl (Edmonton Oilers)

DER deutsche Eishockey-Star spielt in der NHL schon wieder die Sterne vom Himmel. Leon Draisaitl steht bei 14 Toren und 14 Assits – in gerade mal 13 Spielen. Nach Playoff-Aus in Runde 1 scheint dieses Jahr auch das Team der Edmonton Oilers rund um die Ausnahmespieler Draisaitl und Connor McDavid zu passen. Mit zehn Siegen und nur drei Niederlagen sind die Kanadier mit das beste Team der NHL und liegen klar auf Kurs Playoffs. Draisaitl wusste es vorher: „Das ist die in der Tiefe am stärksten besetzte Truppe, die wir je hatten, seit ich hier bin. Ich denke, das gibt uns einfach zukünftig mehr Optionen. Wir sind vermutlich eine etwas unberechenbarere Mannschaft als in der Vergangenheit.“

Thomas Greiss (Detroit Red Wings)

Mit seinen 35 Jahren ist für Goalie Thomas Greiss in Detroit eine Führungsposition vorgesehen. Allerdings mehr neben als auf dem Eis. Zwar hat er schon über 300 Spiele in der NHL auf dem Buckel, allerdings war er in der Vergangenheit trotzdem häufig nur die Nummer 2 bei den Red Wings. In dieser Saison erhofft er sich wieder mehr Einsätze und startete immerhin in sieben der bisherigen 13 Spiele, lieferte aber schlechtere persönliche Statistiken als Konkurrent Nedeljkovic. Dennoch stehen die Chancen auf einen festen Platz im Tor der Red Wings nicht schlecht.

Nico Sturm (Minnesota Wild)

Nach anfangs schwierigen Jahren kommt Nico Sturm besser und besser in der NHL an. Mittlerweile hat er sich in der dritten Reihe von Minnesota etabliert und steht im Schnitt mehr als zwölf Minuten auf dem Eis. Bislang erzielte der Center in der laufenden Saison zwei Tore und gab zwei Assist und hat damit auch einen kleinen Anteil daran, dass es bei den Wild recht gut läuft. Mit neun Siegen aus 13 Partien ist ein Einzug in die Playoffs wahrscheinlich.

Nico Daws (New Jersey Devils)

Vor Kurzem feierte Nico Daws sein NHL-Debüt im Tor der New Jersey Devils. Der junge Torwart überragte bei 96 Prozent gehaltener Schüss und kam gleich danach zu seinem zweiten Einsatz. Der ging aber mächtig in die Hose. Nach drei Gegentoren in zwölf Minuten Spielzeit wurde Daws ausgewechselt und von den Devils seitdem auch nicht mehr berufen. Er ist wieder außen vor, weil Stammkeeper Jonathan Bernier sich von seiner Verletzung erholt hat.

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