Monday, 15th July 2024 07:41
Home / Rake, Straddles und die besten Pokerhände: Antworten auf häufige Pokerfragen

Egal, ob du ganz neu beim Poker bist oder dich nach einer Pause wieder mit dem „schönsten Spiel der Welt“ vertraut machst: Wahrscheinlich hast du einige Fragen. Im Folgenden findest du die Antworten auf einige der häufigsten Fragen rund ums Pokern, einschließlich der besten Pokerhände und Erklärungen zu Rake, Straddle und Kicker.

Häufige Pokerfragen

Was sind die besten Pokerhände?

Beginnen wir mit der wohl wichtigsten der häufig gestellten Pokerfragen – der Frage, deren Antworten man kennen muss, um überhaupt spielen zu können!

Dies ist die Liste der besten Pokerhände, in der Reihenfolge ihrer Stärke:

  • Royal Flush
  • Straight Flush
  • Four of a Kind (Vierling)
  • Full House
  • Flush
  • Straight
  • Three of a Kind (Drilling)
  • Two Pair (Zwei Paare)
  • Pair (Ein Paar)
  • High Card (Hohe Karte)

Wie man sieht, steht die High Card ganz unten in der Reihenfolge: Sie bedeutet, dass der Spieler mit der höchsten Karte den Pot gewinnt, wenn niemand ein Paar (oder etwas Besseres) auf der Hand hat.

Der Royal Flush ist das bestmögliche Blatt, das du bei den meisten Pokervarianten treffen kannst. Aber wie sieht ein Royal Flush aus?

Ein Royal Flush ist nichts anderes als ein Straight Flush bis zum Ass, zum Beispiel 10JQKA.

Was ist der Rake?

Du hast wahrscheinlich schon einmal vom Rake gehört (oder zumindest gehört, wie sich Leute darüber beschweren, dass der Rake zu hoch ist), aber was genau ist der Rake? Und warum müssen Pokerspieler ihn bezahlen?

Ganz einfach ausgedrückt ist der Rake (zu Deutsch etwa „Spielgebühr“ oder „Hausanteil“) eine Provision, die an den (Online-)Kartenraum, das Kasino oder eine Einzelperson für den Betrieb und die Durchführung eines Pokerturniers oder Cashgames gezahlt wird. Bei Turnieren wird der Rake als Teil der Startgebühr gezahlt, und bei Cashgames wird er in der Regel als fester Prozentsatz des Pots abgerechnet, und zwar bis zu einem bestimmten Höchstbetrag.

Sehen wir uns ein paar Beispiele an.

Rake – Beispiele

Nehmen wir an, du spielst das Big $11 auf PokerStars. Bei diesem Event fließen $9,80 deiner Startgebühr in den Preispool, während $1,20 von PokerStars (als Veranstalter des Turniers) einbehalten werden.

Das Gleiche passiert bei Live-Events. Nehmen wir das EPT Main Event in Monte Carlo als Beispiel: Das Buy-in beträgt €5.300. Diese Summe setzt sich zusammen aus €4.850, die in den Preispool des Turniers flossen, €300 „House Fee“ (Hausgebühr) und €150 „Staff Charge“ (Personalkosten), mit denen die Dealer, das Floor-Personal und die Turnierleitung bezahlt werden.

Bei Cashgames hängt die Höhe des Rake davon ab, wer das Spiel betreibt und leitet – es gibt keine allgemeingültige Methode, wie der Rake erhoben oder festgelegt wird. Die gängigste Form, die auch von PokerStars verwendet wird, ist ein prozentualer Anteil am Pot. Dieser Anteil ist auf einen bestimmten Betrag begrenzt, der sich nach den gespielten Einsätzen richtet.

Wenn du zum Beispiel bei PokerStars €0,01/$0,02 NLHE oder PLO spielst, beträgt der Rake 4,375% des Pots, begrenzt auf maximal €0,32. Wenn du etwas höhere Stakes spielst, z.B. €1/€2, dann beträgt der Rake 5% des Pots, begrenzt auf maximal €1,45, wenn 2-4 Spieler am Tisch sitzen, oder €3,13, wenn fünf und mehr Spieler am Tisch sitzen.

Bei unseren Live-Events ist der Hausanteil von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort unterschiedlich. Um die EPT Monte Carlo als Beispiel zu nehmen: Hier beträgt der Rake bei Stakes von €2/€5 3% des Pots, mit einer Obergrenze von €15.

Wenn man sich nicht sicher ist, wie sich der Rake bei einem Live-Turnier oder Cashgame zusammensetzt, sollte man vor der Teilnahme am Turnier oder der Cashgame-Partie mit einem Mitarbeiter des Veranstaltungsorts sprechen.

Weitere Informationen über die verschiedenen Arten von Rake findest du hier.

Was ist ein Straddle?

Wer genug Zeit in Kasinos verbringt und Poker spielt, wird bald auf den „Straddle“ stoßen. Aber was ist ein Straddle und wie wird er beim Poker eingesetzt?

Ein Straddle ist eine Art zusätzlicher Pflichteinsatz, der gemacht wird, bevor der Spieler sich seine Karten ansieht. Am einfachsten kann man sich den Straddle als optionalen dritten Blind vorstellen.

Straddle – Regeln

Die Regeln für das „Straddling“ sind unterschiedlich und werden von den einzelnen Kasinos festgelegt. In der Regel hat in den Fällen, in denen ein Straddle erlaubt ist, der Spieler links vom Big Blind sitzt, diese Option.

Der Spieler links vom Big Blind kann einen Straddle nur einfordern, bevor er seine Karten gesehen hat. Er platziert dann den Straddle-Einsatz – und jeder nachfolgende Spieler, der sein Blatt fortsetzen möchte, muss nun diesen Straddle-Einsatz callen oder ihn erhöhen.

Mit anderen Worten: Der Straddle wird zum neuen Blind – der Mindestbetrag, um in den Pot einzusteigen.

Der Spieler, der den Straddle getätigt hat, wird damit zum Big Blind: Er ist der letzte Spieler vor dem Flop und hat die Möglichkeit, mitzugehen oder zu erhöhen, sobald er sein Blatt gesehen hat.

Ein Straddle kommt gelegentlich beim Live-Turnierpoker und viel häufiger bei Live-Cashgames vor. Beim Onlinepoker ist dies normalerweise keine Option – weder in Turnieren noch in Ring Games.

Weitere Informationen zum Thema Straddle (z.B. wie hoch ein Straddle sein kann, warum Spieler dies tun und ob ein Straddle profitabel ist oder nicht) findest du hier.

Was ist ein Kicker?

Wir haben zu Anfang dieses Artikels kurz erklärt, was eine „High Card“ oder hohe Karte ist – und diese Kenntnis ist wichtig für die Beantwortung einer der häufigsten Pokerfragen: Was ist ein Kicker?

Kurz gesagt: Ein Kicker ist eine Karte in deiner Hand, die nicht zur Bestimmung des Rangs deines Blatts beiträgt. Aber er kann verwendet werden, um über Gleichstände zu entscheiden, bei denen Blätter desselben Rangs gegeneinander antreten.

Nehmen wir zum Beispiel an, du spielst No Limit Hold’em und deine Hole Cards sind AQ.

Das Board zeigt A10732 und dein Gegner zeigt A9.

Damit habt ihr beide ein Paar Asse – Top Pair -, aber deine Dame als höchste Beikarte (also als „Kicker“) schlägt die Neun als Kicker deines Gegners. Daher ist deine Hand besser, und du kannst den Pot einstreichen.

Nehmen wir nun an, das Board zeigt KKQ2Q. Du hast beim Showdown 910 und dein Gegner dreht 55 um.

Das Paar Fünfen deines Gegners sind durch den River entwertet geworden, denn jetzt habt ihr beide zwei höhere Paare – Könige und Damen. Aber weil deine Zehn höher ist als seine Fünf, gewinnst du den Pot.

Kicker haben großen Einfluss auf den Ausgang einer Pokerhand – und das genaue Verständnis ihres Werts kann der Schlüssel zum Erfolg am Pokertisch sein.

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